2016/04/29

#einegutetat - helfen verbindet

Heute möchte ich meinen Beitrag zur Blogger-Aktion #einegutetat von wayfair.de vorstellen. Selbstverständlich hätte ich dazu schon sehr viel früher etwas schreiben können, allerdings kam die Anfrage für diese Aktion passend zu einem bereits geplanten Vorhaben und das dauerte nun etwas, bis es von einem guten Gedanken zu einer guten Tat wurde. Die Aktion endet morgen, den 30.04.2016. Somit ist das quasi ein Last Minute-Post :D Wie ihr evtl. selbst noch schnell #einegutetat posten könnt, erkläre ich am Ende des Beitrags!


Zusammen mit Kinderteppichland bringen wir ein paar Kinderaugen zum leuchten. Und zwar die der Kinder des Kinderhauses St. Albert in Würzburg. Anfang April brannte es dort im Kinderhaus. Glücklicherweise passierte es an einem Samstag, sodass keiner verletzt wurde. Vieles ist bei diesem Brand beschädigt wurden. Das Kinderhaus startete einen Spendenaufruf für Sachspenden, den ich über Facebook sah, und landete damit einen Volltreffer bei mir. Würzburg ist keine Weltreise von uns. Wir haben dort Freunde und sind immer wieder mal dort. Wohl genau deswegen fühlt es sich so nah an. Regional quasi. Zudem macht es mir einfach große Freude, mit Hilfe des Blogs vor Ort helfen zu können. Das fühlt sich gut an und das motiviert.  

Ich fragte also u.a. Kinderteppichland direkt, ob sie mir dabei helfen wollen, zu helfen und bekam quasi postwendend eine positive Antwort. Mein Herz jubilierte. Helfen kann so einfach sein! Jeder kann dazu beitragen, das Leben bunter zu machen. Ob es das Lächeln ist, dass man seinen Mitmenschen schenkt, wenn man früh morgens an der verregneten Bushaltestelle steht oder die Zeit, die man jemanden an der Kasse im Supermarkt schenkt, wenn es länger dauert, bis das Kleingeld aus dem Geldbeutel gekruscht wurde. Es gibt wirklich hundert und eine Möglichkeit für diese eine gute Tat am Tag. Braucht ihr ein paar Beispiele? Hier habt ihr welche:

# Altglasgläser, vor allem jene mit süßem Inhalt, ausspülen bevor man sie entsorgt. 
So verirren sich im Frühjahr und Sommer keine Bienen in die Altglascontainer. Bienen gilt es zu schützen - und Gläser ausspülen tut keinem weh.

# Geduld euren Mitmenschen gegenüber
Die ältere Dame, die etwas länger an der Kasse braucht oder der ältere Herr, der mit seinem Rollator vor euch läuft. Statt zu motzen einfach Lächeln. Das ist Balsam für die meisten. Die älteren Herrschaften wissen in der Regel, dass sie wertvolle Zeit stehlen. Das bekommen sie tagtäglich von allen Seiten gesagt. Sie wissen, dass sie ein Kostenfaktor sind. Und sie wissen, dass sie die meiste Zeit nur stören. Schenkt ihnen ein Lächeln. Das tut nicht weh. Versprochen!

# Eine Postkarte verschicken
Einfacher kann man kein Lächeln verschenken. Wer freut sich nicht über ein paar nette Worte statt Rechnungen oder Werbung

# Lokale Geschäfte unterstützen
Wer lokal kauft, stützt die Region. Das ging in den letzten Wochen anhand eines Bildes immer wieder durch die Social Media Kanäle. Und das kann ich gar nicht oft genug betonen, wie richtig und wichtig das ist. Haltet die Augen auf, ich bin mir sicher, in jeder Stadt gibt es Geschäfte, die wertvoll und einzigartig sind. Aber passt auf, es könnte passieren, dass ihr ins Gespräch kommt :D

Wayfair.de hat noch einige gute Beispiele und vielleicht hat ja der eine oder andere Blogger Lust so kurz vor knapp noch auf den Zug aufzuspringen und einen Beitrag mit dem Badget (dem Bild ganz oben) #einegutetat zu schreiben. Für jeden Beitrag gehen 50 € an die Organisation Habitat for Humanity.  




Eigentlich wollte ich den Beitrag mit der Spendenübergabe online stellen. Das klappt jetzt zeitlich leider nicht so ganz. Am 04.05.2016 werde ich die Spieleteppiche dem Kinderhaus übergeben. Und vielleicht auch das eine oder andere, was an Spenden noch eintreffen wird. Dann gibt es auch Fotos und etwas mehr Details!


Meine gute Tat besteht also nicht darin, dass ich enorme Summen aufbringe, sondern das ich Hilfe organisiere, damit ich helfen kann. Für die Unterstützung danke ich so sehr!

Minensie

Weitere Beiträge zu dieser Aktion findet ihr bei:

dasbestewaspassierenkann



2016/04/25

Altenpflege - mehr als das!

An manchen Tagen raubt mir meine Arbeit sämtliche Energie. Heute war so ein Tag. Nicht die Tätigkeiten an sich sind es, die mich Kraft kosten. Es sind fast immer die emotionalen Faktoren. Ich begleite Menschen. Seit über 10 Jahren. Mit Pause und aktuell nur in Teilzeit. Dennoch. Ich begleite Menschen. Keine Patienten. Keine Nummern. Menschen. Welche mit unglaublichen Geschichten. Welche mit unglaublich viel Herz und Sinn für Humor. Ich wecke sie früh morgens, wähle den Deo-Roller statt des Deo Sprays. Ich benutze den Kamm statt der Bürste, obwohl die Bürste sicherlich effektiver wäre. Ich wähle die "Nivea" Creme, statt Tagescreme für das Gesicht. Weil diejenigen, die ich so früh morgens wecke, es zum Teil seit über 70 Jahren so gewohnt sind. Das Hinterfrage ich nicht. An diesen Tätigkeiten optimiere ich mein Arbeitstempo nicht. Ich begleite Menschen. Ich darf Teil ihres Lebens sein. Der letzten Jahre, der letzten Wochen. Und letztlich oftmals der letzten Tage.

Ich bin dankbar, das mich diese Arbeit gefunden hat. Wirklich. Es ist nicht nur ein Beruf. Tatsächlich fühlt es sich so an, als wäre es meine Berufung. Es ist in jedem Fall nicht einfach nur eine Arbeit. Es ist leben. Auf den letzten Schritten. Es ist ein Geschenk, jemanden so nah sein zu dürfen. Es erfüllt mich und macht mich glücklich, wenn ich jemanden ein Lächeln entlocken kann. Gerade an Tagen, an denen alles gegen die Wand fährt. Wenn beim Duschen die Duschhaube verrutscht ist, der Lieblingsbezug noch in der Wäscherei ist oder der verflixte Verband nicht halten möchte. Ganz genau an solchen Tagen ist es das Größte, wenn man am Ende doch darüber lacht. Gemeinsam. Denn ich bin nicht nur die Schwester, die kommt und versorgt. Ich bin ein Teil ihres Lebens. Für ein paar Stunden. Ein paar Tage im Monat.

Genau deswegen gibt es auch Tage, an denen ich erschöpft bin. Emotional ausgelaugt. So wie heute. Wenn man binnen weniger Stunden zwischen Hoffnung und Verzweiflung hin und her geistert. Wenn man nicht gehen will, weil man nicht alleine lassen möchte. Wenn man gemeinsam weint und an den Tatsachen für einen Moment zerbricht. Ja. Genau dann bin ich ziemlich leer.

Dieser Zustand ist nicht schlimm. Dieser Zustand ist das mindeste, was man einen Menschen schuldig ist, wenn man mit ihm lebt. Man darf wütend sein. Auf diese Tatsachen. Man darf weinen. Man darf verzweifelt sein. Man darf sich machtlos fühlen. Menschlichkeit darf niemals an der Professionalität scheitern. Nicht in meinem Berufsfeld. Niemals.

Heute war ein anstrengender Tag. Es werden noch viele weitere Folgen. Und nicht desto trotz sage ich aus tiefstem Herzen:

"Danke, dass ich Sie begleiten darf!"

 Müde.

Minensie

2016/04/24

#denkst.net - ein grandioser Tag mit grandiosen Leuten

Nun ist sie wieder vorbei. Die denkst 2016. Was für ein aufregender Tag! Ich bin immer noch völlig geflasht. So viele Menschen! So viele tolle Vorträge! Wahnsinn! Ich bin so dankbar, dass mich meine liebe Nadine zur richtigen Zeit mit den richtigen "Worten" köderte, sodass ich auf diesen Zug aufsprang.

Was Sven von Zwillingswelten und Suse von ichlebejetzt1 da auf die Beine gestellt haben, war und ist einfach der Wahnsinn. Naja gut. Ich mag das vielleicht nicht so recht beurteilen können, schließlich war das heute meine erste Veranstaltung dieser Art. Dennoch. Mein Kopf hört gar nicht auf zu rotieren. Vor lauter schauen und Informationen in mich aufsaugen bin ich auch gar nicht wirklich zum fotografieren oder ähnlichem gekommen. Ich bin da einfach nicht so Multitasking. Ehm.

Die #denkst war die erste Bloggerkonferenz in Franken, die sich an Familien und Elternblogger wendete. Eine Zusammenkunft aller, die sich rund um das Thema Familienbloggen informieren und austauschen wollten. Gepaart mit einer wundervollen Kinderbetreuung, Freigetränken und Verpflegung war das einfach - WOW! 

Ich hatte zunächst überlegt mit dem Auto zu fahren und bin heute, nach einem Tag voller Informationen und Stimmengewirr, dankbar, dass ich mich doch zum Zugfahren überzeugen ließ. Niemals hätte ich den Kopf für eine Heimfahrt mit dem Auto frei gehabt. Geschweige denn Kinder, die die Autofahrt ohne Einschlafen überstehen. 17:50 Uhr, die Kinder schlafen in den Kindersitzen und nur Eltern wissen um die Tragik hinter dieser Information. Nein nein. So war das mit dem Zugfahren wirklich entspannt und schlichtweg die beste Lösung.

 Startklar - damit auch ja nichts daneben geht!


Auf der denkst selbst habe ich vor allem eins - sehr viel gehört und sehr viel gesehen. Ich bin immer noch völlig überwältigt über das Ausmaß, dass ein Blog heute haben kann. An sich keine neue Erkenntnis, aber dennoch hat mich das immer wieder erstaunt. 


Es gab allerhand zu entdecken. Zum einen, was es mit der eigenen Handschrift auf sich hat. Bei mir vor allem die Erkenntnis, dass ich keine Schreibschrift mehr kann. Zumindest nicht locker aus dem Handgelenk. Sowas aber auch. Nach der lustigen und netten Schreibanalyse der Firma Stabilo ging es für mich auch direkt zum ersten Vortrag.



Christine Finke von Mama_arbeitet kannte ich, jedoch nur so am Rande. Ihr Vortrag "Wie mache ich eine Welle im Internet!" war nicht nur unterhaltsam sondern auch wirklich informativ. Ich verstand, gerade bei den ganzen Statistik-Dingen nur einen Bruchteil, aber lachen konnte ich dennoch an den richtigen Stellen und ich meine verstanden zu haben worauf es beim Erfolg eines Beitrages ankommt. Timing. Glück und Zeit. Nicht alles hat man in der Hand. Und Bilder. Blogeinträge ohne Bilder kann sich eigentlich nur Patricia Cammarata von dasnuf erlauben. Jep! Informative und unterhaltsame 30 Minuten über ein Thema, über das man auch einmal nachgedacht haben sollte. Schließlich muss man abschätzen können, ob man auf so einer Welle noch elegant mitreiten kann oder überrollt wird davon. Und ganz nebenbei habe ich nun einiges nachzuholen und lese und stöbere bei der wundervollen Christine Finke. 

Die zweite "Neuentdeckung" für mich gab es dann auch gleich beim Bento-Workshop. Anna Luz de Leon aka Berlin Mitte Mom und Rebecca Lina von Laenael by Elfenkindberlin zeigten auf erfrischende Art und Weise, wie man mit einfachen Dingen Lunchboxen für Kinder wunderschön befüllen kann. Auch hier muss ich gestehen. Ich kannte BerlinMitteMom vom nur vom Hörensagen und Elfenkindberlin hatte ich vor einigen Wochen per Zufall bei Instagram gesehen. Lunchboxdiary - unter dessen Namen sie den Bento-Workshop abhielten, kannte ich bis dato gar nicht. Das muss ich nun ebenfalls nachholen! Dringend! Es gibt viel zu sehen! Und wahnsinnig tolle Kleinigkeiten für zu Hause ♥


Bei einem Vortrag von Eltern fühlte ich mich anfangs sehr Fehl am Platz. So ging es da hauptsächlich um Blogs, die auch wirklich was sind. Da wurde mit Begrifflichkeiten um sich geworfen, denen ich nur mit hochgezogener Braue ausweichen konnte. Wie gesagt - Blogs sind anders als vor 10 Jahren. Ich bin da einfach stecken geblieben. Allerdings fand ich vor allem die kritischen Aspekte von Rebecca Lina hoch interessant. Allein um nun mehr zu "wissen" hat sich dieser Vortrag letztendlich doch gelohnt. 

Und danach wurde der Beamer freigegeben für Anna Luz de Leon und mit ihrem Vortrag #nureinmamablog wurden wunderbare Denkanstöße vorgelegt. Dieser Vortrag war nicht nur witzig, er war vor allem informativ und ein bisschen wachrüttelnd. Das kann ich gar nicht so in Worte fassen, aber es war einfach rundum gut abgestimmt. Informationen auf den Punkt genau dosiert und auf so charmante und echte Art und Weise an das Publikum gebracht, sodass ich wirklich sehr glücklich war, doch in diesem Raum geblieben zu sein.


 Zeitgleich fand ein Vortrag von Lego statt, in dem es über das Spielen und den Fähigkeiten ging, die Kinder beim Spielen entwickeln. Ich kam leider etwas zu spät dazu und bekam nur noch den Schluss mit. Allerdings war dieser sehr informativ und rundum schön. Das war auch tatsächlich der einzige Vortrag einer Firma, bei der ich nicht das Gefühl hatte, das mir ein Produkt verkauft werden will. Sondern das es da tatsächlich um Kinder geht. Außerdem war nach diesem Vortrag klar - ich kann alles, nur nicht zuhören. Unter Anleitung hab ich ein ziemlich verkorkstes Flugzeug gebaut. Aber nun denn. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Beim Story-Telling von Silke R. Plagge erfuhr ich ebenfalls ein paar weitere Anregungen. Besonders sympathisch - es wurde der Einzelne gehört, trotz Zeitdruck! Ich glaube, so ein richtiger Workshop würde bei Frau Plagge wirklich Spaß machen. Auch persönliches Feedback wurde angeboten. Das finde ich immer noch besonders toll! ♥

Nach dem Vortrag von Silke R. Plagge wurden alle Trennwände der anderen Vortragsräume geöffnet und der Beamer an Patricia Cammarata aka dasnuf freigegeben. Sehr interessantes Thema: Kinderfotos gehören ins Netz! #privatheit von Familienblogs. Sehr tolle Denkanstöße. Keine Neuerfindung des Rades aber schlichtweg ein sich-bewusst-machen und für sich entscheiden. Vor allem aber - seine Entscheidung nicht über die Entscheidung anderer stellen. Der Aussage, dass Kinder zum Alltag gehören und die Gesellschaft Kinder ertragen kann/muss/soll, die Laut sind, der  stimme ich voll und ganz zu. Für mich selbst ändert sich bezüglich Bilder nichts. Ich habe da meine Entscheidung getroffen und bleibe ihr treu. Auch den Umkehrschluss das Texte genauso mit Bedacht zu wählen sind, fand ich großartig! Denn da bin ich ganz bei Patricia - Texte sind umschriebene Bilder. Privatheit muss jeder für sich selbst finden. Es schadet niemanden sich und seine Bewegungen im Internet immer wieder mal zu hinterfragen. Mit Verstand Liken und Teilen gehört da ebenso zur Privatheit - auch das hat Patricia Cammarata wunderbar in ihren Vortrag aufgegriffen. 
Rundum gelungen, mit Basteleinlagen und einer Frau Nuf, die ich auch tatsächlich sofort ohne Snapchatfilter erkannt habe.

Respekt - das Zauberwort für so vieles an diesem Tag!


Zu guter Letzt habe ich tatsächlich ganz gegen meine Natur um ein Foto mit mir und Menschen darauf gebeten. Und zwar von der einzigartigen Tollabea. Da kam ich einfach nicht drumrum. Ihren Vortrag hatte ich leider verpasst. Mit sehr viel leider! Dafür eben mit Foto.


 Es war - und hier wiederhole ich mich - ein grandioser Tag. Ich danke den Veranstaltern für diese Gelegenheit! Das schreit nach Wiederholung! Bis dahin habe ich auch sicherlich eine andere Lösung für den Transport dieser wahnsinng vielen Geschenke! Die Goodie-Bag war das reinste Weihnachtsfest! Da nehm ich den defekten Trolley gern hin.


Und nun - husch husch ins Bettchen. Von Wellen und Sandwich-Pandas träumen :D

Minensie

P.S. Ich habe heute gelernt, Links erst am Ende zu setzen. Das mach ich dann hiermit auch. Noch nicht in ganz so schick verpackt aber nun denn :D

► Sven Trautwein von @Zwillingswelten: http://www.zwillingswelten.de/   
►Susanne von @ichlebejetzt1: http://ichlebejetzt.com/
►Nadine Luck von @Mama_und_die_Matschhose: http://mama-und-die-matschhose.de
►Christine Finke von @Mama_arbeitet: http://mama-arbeitet.de/
►Anna Luz de Leo von @BerlinMitteMom: http://berlinmittemom.com // http://lunchboxdiary.com/
►Rebecca Lina von @Laeneal by Elfenkindberlin:http://www.elfenkindberlin.de/ //  http://lunchboxdiary.com/
►@Silke R. Plagge: http://silke-plagge.de/
►Patricia Cammarata von @dasnuf: http://dasnuf.de/ -> der Vortrag ist auch hier direkt zu finden: http://dasnuf.de/ueber-die-privatheit-von-familienblogs/
►Bèa Beste von @Tollabea: http://www.tollabea.de/