2015/04/28

Von Dinos und Walen.

Einen Kindergeburtstag zu planen kann ganz schön stressig sein. Muss es aber nicht. Ich hatte in den vergangenen 4 Geburtstagsjahren schon durchaus große Sausen vorbereitet. Vom 1. Geburtstag des großen Wuselzwerges, bei dem ich ziemlich wahllos um die 20 Personen eingeladen hatte (ohne zu wissen, wo diese überhaupt sitzen sollen, geschweige denn, ob das Essen reichen würde) bishin zu opulenten Frühstückseinladungen.

Da wir in diesem Jahr ein kleineres Zeitproblem hatten, musste ich mich vom Gedanken einer großen Sause verabschieden. Und das fiel mir erstaunlich leicht. Keine zich (nahezu fremden) Kinder, für die ich die Verantwortung übernehmen musste. Keine vier Kuchenvariationen. Kein Mehr-Gänge-Menü. Es war der spartanischste Geburtstag in meiner Laufbahn als Gastgeber-Mama. Und er war wundervoll!



Es gab Luftballons, einen Wal-Kuchen und Nutella-Schnecken, einen Obstteller, lustiges Regenbogeneis, tolles Wetter, grandiose Geschenke, nette Gespräche, viel zu Lachen und ganz simple Nudeln mit Tomatensoße. Ich habe mich selten so viel unterhalten und saß so viel wie an diesem Geburtstag. Die Kinder waren so glücklich und zufrieden. Und satt hab ich auch alle bekommen - was will man mehr?





Ich gebe zu, es kostete mich zwischendurch echtes Durchhaltevermögen nicht doch noch einen Kuchen zu backen, einen Salat vorzubereiten oder Brot zu richten, aber, es hat sich wirklich gelohnt. Muttern muss nicht jedes mal völlig erschöpft ins Bett fallen, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Das geht so einfach. Das kostet gerade mal ein Lächeln und kein bisschen Nerven. Eine Erfahrung, die mir sehr gut tat. Weiterer Pluspunkt - ich hatte erstmals kaum überdrehte Wuselzwerge am Abend. Der kleine Wuselzwerg bestätigte - dieser Geburtstag war ziemlich cool. Ganz ohne Motto, ohne geplante Spiele und ganz ohne gestresste Mama. Es war perfekt.

Danke an die kleinen großen Gäste, die diesen Tag so wundervoll ausgefüllt haben!

Und wisst ihr, was das schönste nach so einer Feier ist? Der Blick in die Küche! Wirklich! Ganz ohne Witz! Erst wenn sie so aussieht, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe :D


Nach einer neu befüllten Spülmaschinenladung sowie vier nasse Handtücher später, sah sie auch wider ganz normal aus (für alle die gerade in Ohnmacht gefallen sind, weil Küchenchaos...)







Minensie


Du hoch Drei!



Drei - das ist deine neue Zahl. Drei!

Du bist in drei Jahren knapp 40 cm gewachsen, hast knapp 9 kg zugenommen und machst uns seit 1095 Tagen komplett. Manchmal fix und alle, jedoch immer glücklich! Du bist der überzeugendste Junge den ich kenne. Wer festgelegt hat, das rosa eine Mädchenfarbe ist, der hat dich nicht kennengelernt. Du lässt dich in keine Schublade stecken. Rosa Barbiespielhandy mit Feuerwehrhelm und Kuschelhund. Das bist du. Von Kopf bis Fuß du. Dinos mit Glitzer gehen genauso wie Hello Kitty mit Matchbox. Unterschiede machst du keine. Was dir gefällt, gefällt dir. Ganz gleich ob das passt. Es passt nämlich immer. Wenn es dir passt.

Mein kleiner Wuselzwerg. Drei Jahre darf ich dich nun schon begleiten. Drei Jahre die nicht immer leicht waren. Die mich immer wieder an meine Grenzen brachten und die mich vieles gelehrt haben. Drei Jahren kleiner Bruder. Drei Jahre Lausbub, durch und durch. Ich liebe dich, für dein Lachen, deinen Schabernack, deine unglaubliche Wut, die du haben kannst, wenn du etwas haben willst. Den damit verbundenen unglaublichen Willen. Für deine Sprache, die die jeder Hören kann und jene, die dein Herz spricht. Für jede dreckige Hose. Für jedes vernaschte Überraschungsei. Für deine Flüsterworte in der Nacht. Für deine Liebe zu deinem großen Bruder. Für deine Liebe zu der Natur, den Tieren und ebenso den Menschen um dich herum. Für deine Offenheit und deine Neugier. Für alles was du bist. Und das nun hoch drei!

Ich liebe Dich!

Deine Mama

2015/04/27

Glücksmomente 08/2015

Wie schnell so eine Woche vergeht. Es erstaunt mich immer wieder. Die vergangene Woche war bei weitem nicht so ein Klogriff, wie die Woche zuvor. Es gab einige stille Glücksmomente und einige sehr laute, grandiose!

Die Woche begann mit Alltagsglück. Beide Wuselzwerge für den KiGa anziehen und richten und auch dort hinbringen, ohne die Zeit im Nacken zu haben. Wunderbar. Es machte mich wirklich glücklich, das Können des kleinen Wuselzwerges zu bestaunen, wie er es mittlerweile problemlos schafft, eine Strumpfhose anzuziehen (bitte nicht fragen - Jahreszeiten und Wetter sind dem kleinen Wuselzwerg genauso egal wie Tages- und Nachtzeiten. Wenn er etwas machen möchte, dann macht er es, egal was andere davon halten...). Ebenso war es einfach schön nach 8 Tagen am Morgen Zeit zu haben, um mit dem großen Wuselzwerg eine schnelle Runde "Mensch-Ärger-Dich-Nicht" zu spielen. Zeit und schnell scheinen zwar nicht zu passen, tut es in diesem Fall dennoch.


Nachmittags bepflanzten wir unser zukünftiges "Hochbeet". Das war für mich im ersten Moment gar nicht mal so viel Glücksmoment, im Nachhinein aber doch sehr.



Ein weiterer stiller Glücksmoment war jener, als ich meine Mutter mit jener alten Bekannten zusammenbrachte, die ich selbst erst die Woche davor nach gut und gerne 15 Jahren wieder bewusst getroffen habe. Es war ein tränenreicher, gefühlvoller und wirklich schöner Vormittag. In diesen Momenten ist eines so klar - nichts ist wichtiger als das Hier und Jetzt. Das Leben ist schön. Sehr sogar.

Mittwoch gab es wieder wunderschönes Alltagsglück. Am Vormittag einen Shoppingrausch wie ich ihn seit Jahren nicht mehr hatte und am Nachmittag Tratschen und Ratschen während die Kinder spielen. Kurzurlaub für die Seele. Ich bin eben nichts mehr gewohnt. Die 8 Tage haben mich wirklich geschlaucht, da hat es bis Mittwoch immernoch nicht gereicht, um mich und mein Seelenheil vollständig zu regenieren. Aber Mittwoch gab mir dann das letzte Quentchen, dass ich noch brauchte, um mich erholt zu fühlen.

Am Freitag genoss ich noch einmal in allen Zügen meinen kleinen 2 Jahre alten Wuselzwerg. Wir trödelten zum Bus, um in den Musikgarten zu fahren, trödelten auf dem Heimweg und bestaunten jeden Käfer. Schauten der Strömung am Alten Rathaus zu und trafen Freunde, mit denen das trödeln gleich noch einmal mehr Spaß machte. Es war ein wunderbar trödeliger, sonniger, schöner Freitagnachmittag. Mit meinem noch 2 jährigen Bub.

Samstag wurde es dann etwas hektisch. Aber positiv. Wir packten Reisetasche und Auto, frühstückten mit den Schwiegereltern und machten uns dann letztendlich auf den Weg nach Leipzig. Unser erstes Wochenende nur als Paar, nicht als Eltern, seit 4,5 Jahren. Da darf man schon mal nervös sein. Die Autofahrt war ungewohnt ruhig. Keine Maus, von der geplappert wird, kein Benjamin der trötet.



In Leipzig angekommen machten wir einen kurzen Lageplan, stellten fest, dass wir noch ausreichend Zeit für die Stadt hatten und fuhren ins Zentrum. Spazierten zur Oper, machten doofe Selfies (die natürlich wundertoll sind) und aßen dann beim Lieblingsitaliener zu Abend bevor es zum eigentlichen Highlight des Tages ging. Das Konzert von Janus. Das erste seit 7 Jahren. Punkt 19 Uhr fanden wir uns vor der Kuppelhalle ein, der Herr von und zu ärgerte mich noch etwas, da er meinte, ach ge, wir hätten ja noch soooo viel Zeit (Einlass war um 18:30 Uhr wohlgemerkt) und siehe da, ein bisschen Platznot war dann doch. Dafür liefen wir alten Bekannten direkt in die Arme, suchten uns ein gemütliches Plätzchen und warteten gespannt auf den Beginn des Aufstandes der alten Männer. Ich hatte Janus zuletzt in Frankfurt gesehen. Bei einem Akustikkonzert. Die Erinnerung daran ist pure Gänsehaut. Die Vorfreude auf diesen Abend somit kaum zu Beschreiben. Und wir wurden nicht enttäuscht. 2,5 Stunden bekamen wir wahre Kunst in From von Musik geboten. Sie spielten alles. Von Saitenspiel über Vater bis hin zu Anita. Es war fantastisch. Es war unglaublich. Sie können es einfach immer noch. Auch die Neubesetzungen waren fantastisch. Jede Sekunde des Wartens hat sich gelohnt. Wie immer. Muss ich erwähnen, dass die Ungs das mir liebste an Musik sind? hüstel
Völlig berauscht und überglücklich verließen wir die Kuppelhalle. Und fielen hundemüde ins Hotelbett. Besonders gut ließ es sich darin nicht schlafen, aber hey, wir schliefen ohne halb wachem Ohr. Die Wuselzwerge waren bei Oma und Opa in den aller besten Händen. Wir schliefen, wenn auch nicht sehr beqeuem, aber dennoch erholt.


Um unseren Kurztrip nach Leipzig abzurunden, frühstückten wir sonntags im Lieblingscafè. Sehr ausgiebig, sehr gemütlich. Wir waren das letzte mal vor 3,5 Jahren dort, mit dem großen Wuselzwerg, als er noch ein Mini war. Und wir haben es sehr vermisst. Im übrigen war das Frühstück im Lieblingscafè das Weihnachtsgeschenk vom Herrn von und zu. Das Janus-Konzert war quasi ein Geschenk an mich selbst :D



Pappsatt und wirklich grunderholt fuhren wir nach Hause. Und den Zwergen hinterher. Denn die waren so sehr beschäftigt, sodass sie gar nicht daheim waren, als wir endlich wieder daheim ankamen. Sie spielten mit Wasserspritzpistolen fangen, fütterten quasi fremde Hunde mit ihrem Eis und erklärten zur Begrüßung: Wir wollen nicht heim! Hallo auch ihr süßen. Wir haben euch auch vermisst.

Das Wochenende war ein so durch und durch tolles. Da gab es nicht nur einen Glücksmoment, es bestand von Samstag bis Sonntag aus einem durchgehenden. ♥

Ach! Und es grünt und keim bereits ♥ Ich bin ganz aufgeregt ♥


Mehr Glück gibts wie immer bei Frau Pia Miez. Und unter #GlüMo bei Twitter und Instagram.

Viel Spaß beim glücklich sein!

Minensie




2015/04/21

Unerwartet Geburtstag

Heute ist Dienstag. Nicht mehr lang, aber Dienstag. 21.04.2015. Das hab ich heute beim Abreißen des Tages-Kalenders erst wirklich realisiert. 21.04.2015! Das heißt, in nicht mal mehr einer Woche steigt hier eine Kinder-Geburtstagsparty! Das heißt aber auch, in nichtmal 3 Tagen haben der Herr von und zu und ich erstmals eine Übernachtung außerhalb der eigenen Vier Wände ohne Kinder. Und das heißt wiederum - ich hab nen Kindergeburtstag zu gestalten, in weniger als 3 Tagen, da wir, taktisch klug wie wir nun mal sind, einen Tag vor der Sause nicht daheim sein werden. Ole! Mittlerweile konnte ich den kleinen Wuselzwerg von einem Unterwasserwelt-Kuchen abbringen und wir haben uns auf einen Wal-Kuchen geeinigt. Das klingt vernünftig. Und umsetzbar. Irgendwie. Bleibt nur offen - was gibts für den Kindergarten? Was bekommt das Wuselkind nun letztendlich UND - macht es noch Sinn Einladungen zu basteln? Nein, wahrscheinlich nicht. Aber wir werden es trotzdem machen. Weil es bisher noch keinen Geburtstag ohne Einladung gab. Punkt um.

Ich werde jetzt grübeln. Wie man "Wasser" und Fondant zusammen bringt. Oder obs nicht doch was anderes oben drauf gibt, das besser passt. Wackelpudding fände ich ja cool. Nun denn. Mal sehen.

Ein bisschen was steht ja schon auf meiner Liste. Hach. Ich wäre so gern ein Organisationstalent! Jedes mal überraschen mich solche Ereignisse. Tatsächlich!

Minensie

2015/04/20

Glücksmomente 07/2015

Ich muss gestehen, die Glücksmomente der vergangenen Woche fallen mir schwer. Auf meinem Tages-Abreiß-Kalender ist immernoch der 16.04.2015 - das steht quasi für alles. Aber gerade weil die Woche wirklich derart bescheiden war, muss ich kramen und wühlen. Heute ohne Bilder, da Handy nicht zur Hand, ich müde und die Wuselzwerge gerade im Hintergrund schnaufend (Blöd wenn der Popel nicht raus will, noch blöder wenn Wuselzwerg sich des schneuzen verweigert. Ach was. Nicht blöd. NERVIG!!)

Montag besuchten wir eine alte Bekannte, die ich seit (lasst mich kurz rechnen) 20 Jahren kenne, in den letzten 15 Jahren jedoch größtenteils aus den Augen verloren habe. Es hat mich unglaublich gefreut, dass es mit dem Wiedersehen geklappt hat. Auch wenn wir uns nicht nahe stehen wie sehr enge, sehr gute alte Freunde, so verbindet uns dennoch etwas. Und wenn es das cubanische Blut ist. Ich habe mich zumindest gleich sehr wohl bei ihr gefühlt, wir haben anfangs noch etwas befangen Small-Talk gehalten aber es lockerte sich erstaunlich schnell - ich war damals immerhin höchstens 13 als ich sie regelmäßig sah. Das sie ein Kind mit Down Syndrom hat, verunsicherte sie anfangs. Meine zwei reagierten aber genau so, wie es eben Kinder nur tun.
"Hm. Das klingt aber komisch - ich kann das nicht so. Wollen wir schaukeln?" ♥

Dienstag bekam der kleine Wuselzwerg seinen TÜV zum 3. Lebensjahr. Alles dran, alles drin. Perfekt so wie er ist. Wusste ich ja schon vorher. Mein Baby so selbstständig, eigensinnig und präsent zu sehen, war wahrlich ein großer Glücksmoment. Er ist nun schwarz auf weiß kein Baby mehr. Ein Kleinkind, ein großes Kind. Mein Wuselzwerg eben ♥

Mittwoch bescherrte mir die Arbeit einen tollen Glücksmoment. Ausgerechnet die Arbeit, die mir die anderen Tage doch so ziemlich vermieste. Aber bei "echtem Kaffee" in der Sonne und keinen "Muckefuck" muss man einfach nur lachen und gute Laune haben. Zumindest bis Dienstende und der danach folgenden Erkenntnis, dass so manches Bekleidungsgeschäft EC-Karten vernichtet, wenn man sie dort im EC-Ladegerät stecken lässt obwohl ganz klar ist, dass vergessliche Person wieder kommen wird, weil Kleidung zum Abändern abgeholt werden muss. Hachja....

Donnerstag. Oh Donnerstag! Der Tag an dem die Woche still stand. Ich grüble. Geburtstag mit Schwiegervater-Opa war schön. Insgesamt. Währendessen. Davor und danach ausgelassen.

Freitag wurde getratscht. Musikgarten für die Zwerge ist am Ende doch immer Gruppentherapie für Mütter. Nach der langen Pause war das schlichtweg toll.

Samstag wird gekonnt übersprungen und es geht direkt zu Sonntag über. Ich picke mir da den Moment heraus, in dem der große Wuselzwerg völlig begeistert von der Umsetzung seines Eiswunsches war. Zwei Kugeln in der Waffel. Auf dem Kopf mit einer runden Waffel als Tellter. Hab leider kein Foto gemacht weil. Kinder. Zwei. Mama. Allein. Hach! Aber das war schön. Definitiv. Und die Tatsache das sich Freunde ganz spontann in das Abenteuer Wuselzwerge und Fahrrad und Stadt gestürzt haben. Ich bin wirklich froh darum, dass sich auch die kinderlosen Herzchen nicht abschrecken lassen.

Nun denn. Es gab also doch ein paar Glücksmomente. Wer suchet, der findet. Oder so ähnlich. Jetzt hoffe ich nur, dass ich mal wieder auf Kurs komme und nicht weiter wie durch Watte durch den Tag stolpere. Aber es gibt großartige Aussichten für diese Woche. Leipzig ist nicht mehr weit!

Mehr Glück gibts bei Frau Miez. Und Istagramm und Twitter mit #GlüMo

Minensie