2016/08/01

Nachtgedanken #3

Liebe Frida,

es wird wieder Zeit für einen Brief. So vieles, dass mir durch den Kopf geht. So vieles, dass ich nicht zu Papier bringen kann. Frida, nimm' dir bitte einen Moment Zeit. Ich muss zunächst tiefst seufzen. Und klagen. Diese Welt macht mich so mürbe. Oder nein. Nicht diese Welt. Sondern jene, die darauf leben. Es kostet mich so unendlich Kraft, Tag für Tag Nachrichten zu hören, zu lesen oder gar zu sehen. Es schmerzt mich, von Menschen zu erfahren, die aus fehlgeleiteter Überzeugung, aus Wahn und Irrsinn anderen Menschen Leid zufügen. So grausames Leid. Es schmerzt so sehr, dass sich meine Haut an manchen Tagen ganz taub anfühlt. An diesen Tagen jedoch ist mir jedes Wort zu viel. Jedes. Egal ob ich es spreche oder ob es zu mir gesprochen wird.

2016/07/19

Unser Wochenende in Bildern - Bamberg verzaubert

Wir haben gerade ein paar wirklich wunderschöne Tage verbracht. Zu Hause, mit Lieblingsmenschen, gutem Essen, viel Kinderlachen und Glitzer. Kein Konfetti diesmal, sondern Glitzer. Denn auch dieses Jahr lud Bamberg am Dritten Wochende des Julis Artisten und Straßenkünstler aller Welt ein, um die Menschen dieser Stadt für drei Tage zu verzaubern. Zum 18. Mal in Folge.

Leipzig mit Kindern - unsere Highlights Teil II

Und so rast sie dahin, die Zeit. Eigentlich wollte ich diesen Post schon vor 2 Wochen veröffentlicht haben. Schon da war er reichlich spät angesetzt. Wir waren Mitte Juni für ein paar Tage im wunderschönen Leipzig und ich wollte ganz dringend diese Tage schriftlich festhalten. Den ersten Teil hatte ich ja bereits geschafft - jetzt folgt endlich (!!) der Zweite. Auch hier werde ich am Schluss des Beitrages die Adressen unserer Highlights notieren. Bis zum Schluss lesen könnte sich also durchaus lohnen :D

2016/07/13

#12von12 im Juli: Ich bau' mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Als mich meine Freundin heute Nachmittag fragte, ob ich heute bei #12von12 mitmachen würde, verneinte ich noch lachend. Nun ist es 23:36 Uhr und was soll ich sagen - ich muss euch da was zeigen. Aus ganz eigennützigen Gründen gibt es heute die etwas anderen #12vo12 von mir - ich habe mir eine Kommode gekauft - eine Malibu - und sie auch tatsächlich alleine zusammengebaut. Das ist erwähnenswert aus zweierlei Gründen:

1. Ich habe einen Herrn von und zu, der einst als Schreiner lernte
2. Ich bin ungeduldig und auch ein bisschen nachsichtig. Der Herr von und zu hat derzeit wirklich viel um die Ohren - da kriege ich so eine Kommode ja wohl gerade noch selbst hin.

2016/07/08

Kindergartenübernachtung: Der Tag danach

Nun hätten wir also auch diesen Meilenstein geschafft. Heute morgen, als ich den Miniwusel in den Kindergarten brachte, bekam ich mit Mühe und Not ein kurzes "Hallo Mama!" bevor der große Wusel, sichtlich noch müde, sich weiter im Sandkasten des Kindergartens vergrub. Viel war aus ihm nicht herauszubekommen. Er schien jedoch glücklich und zufrieden. Mein Angebot, ihn mit nach Hause zu nehmen, lehnte er mit einem Nörgeln ab.

Die Kindergartenübernachtung verlief, wie zu erwarten, reibungslos. Es wurde Eis gegessen, Fußball geschaut und tatsächlich auch geschlafen. Trotz Niederlage. Um 6 Uhr morgens war es jedoch mit dem Schlaf vorbei. Eine Tatsache, die mich schmunzeln lässt, denn der große Wusel schläft für gewöhnlich ein bis zwei Stündchen länger. Daher auch die etwas letharge Begrüßung. Hatte ich jedoch auch nicht anders erwartet.



Dennoch beendete ich den heutigen Kindergartentag relativ früh, holte die Wuselzwerge nach der Mittagspause ab und versuchte zu ermitteln, wie nun die Stimmungslage war. Eine liebe Freunden von weit weg war zu Besuch und wir wollten uns gerne zum Spielen treffen. Der Miniwusel war sofort Feuer und Flamme. "Dahin wo es Wasser gibt!" Klare Ansage. Der große Wusel hingegen hatte, ebenfalls wie erwartet, schlechte Laune. Er wolle nicht weg. Er wolle zuerst einen Kuchen backen. Ein Fußballfeld mit Tor. Aber nur einem. Das der Gegner. Auch eine Taktik, wie ich finde. Ich war mäßig begeistert, da ich erstens keine Lust hatte, bei diesem Wetter in der Wohnung zu bleiben und zweitens ich mir wahrlich anderers Vorstellen konnte, als aus dem Nichts heraus ein Fußballfeld zu basteln. Aus Kuchen. Nein.

Mit etwas Überredungskunst gelang es mir, dass der große Wusel mit einem Bob der Baumeister ebenfalls zu frieden wäre, panschte mit ihm den Teig, schob die Backform in den Ofen, richtete alles für den Wasserspielplatz und tatsächlich - wir schafften es zu angemessener Zeit auf dem Spielplatz zu erscheinen. Mit gut gelaunten Kindern und Bob der Baumeister Kuchen inklusive. Ich bin so heldenhaft.

Und während die vier Kinder da so für sich und ohne uns spielten, stellten wir zwei Mütter fest - so groß! So schnell! Unfassbar! Gerade noch... ach man kennt es ja.

Der große Wusel war müde. Wirklich. Aber er war nicht ruhig zu kriegen. Er spielte über eine Stunde mit etwa gleichaltrigen, ihm fremden, Kindern am Wasser, später dann lieferte er sich mit Älteren ein Fußballduell. Ihn so aufgeschlossen, so völlig ohne Berührungsängste zu sehen, dass ist schon ein ganz besonderer Stolz, der sich da in mir auftut.

Ich kann es mir auch einbilden, aber ich finde, er ist gewachsen. Über Nacht. Ein ganzes Stück Selbstbewusster, Selbstständiger und Größer. Innerlich.

Hach. Ich lieb den so, diesen Vorschulbub!

Minensie