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2016/09/14

Level up - Schulkind 2016

Mein liebes (Schul)Kind!

Nun war er also da, dein großer Tag! Wie lange hast du ihn schon herbei gesehnt? Wie oft hast du in den vergangenen Wochen, ach nein, Monaten gehört - jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Und was soll ich sagen - du magst diesen "Ernst". Du würdest ihn lieber "Friedrich" nennen, denn das klingt freundlicher. Dennoch, ob Ernst oder Friedrich, er scheint ein ziemlich toller Freund zu sein. Als du gestern endlich, e n d l i c h, die befüllte Schultüte überreicht bekamst, bist du glatt noch einmal ein paar Zentimenter gewachsen, unter dem Gewicht des Schulranzen allerdings zeitgleich wieder etwas geschrumpft. Mit einem breiten Grinsen von einem Ohrläppchen bis zum nächsten.

Wenige Tage vor "Ernst" (oder "Friedrich) wolltest du ganz gewissenhaft noch einmal die Liste der Schulmaterialien durchgehen. Beziehungsweise - du wolltest, dass ich sie durchgehe, da du gerade damit beschäftigt warst, Piraten an Board zu lassen. Im Deligieren bist du heute schon gut. Ein bisschen bist du verzweifelt, als ich die Hälfte der Materialien wieder aus dem Schulranzen nahm, da du zunächst nicht verstehen wolltest, dass du nicht alles sofort am ersten Tag brauchst.
Das wir bis heute, auch zwei Tage nach Schulbeginn, noch keine Turnschuhe mit heller Sohle haben, stört dich nicht. Bist du bei allem, was Papier angeht, so akribisch genau, so ist es dir mit allem anderen eher gleich, ob es das Soll erfüllt. Schuhe sind Schuhe. Und zur Not geht es auch ohne. Ich liebe deinen Sinn für Praktisches!
Der Abend vor "Ernst" (oder "Friedrich") war für uns alle eher unruhig. Es lag so ein Knistern in der Luft. Erinnerst du dich? Du konntest so schlecht schlafen. Und ich erst! Wehmut und Stolz liegen so dicht beieinander!

Am morgen von "Ernst" überraschten wir dich mit einem neuen Frühstücksgeschirr und einem ganz eigenen Buch für diesen großen Tag. Dein kleiner Bruder platzte fast vor Stolz, allerdings auch vor Traurigkeit, dass du nun tatsächlich kein Kindergartenkind mehr sein wirst. Er trödelte und nörgelte, als wir ihn gemeinsam in den Kindergarten brachten. Er weinte auch und schimpfte mit mir, warum er jetzt in den Kindergarten müsse. Du hingegen warst schon auf Wolke Sieben. Und hattest große Sorge, dass wir nicht rechtzeitig da sein würden. Für die Traurigkeiten deines kleinen Bruders hattest du nur wenig Verständnis, schließlich bekam er auch eine Schultüte! Zwar nur eine kleine, aber immerhin!


Wunderschönes Geschirrset sowie Einschlungs- und Geschwisterbuch auf ava&yves gefunden ♥

Pünktlich und mit noch sehr viel Zeit zur Verfügung gingen wir in den Pausenhof der Schule, trafen dort deine zukünftigen Klassenkameraden und machten allerhand Fotos. Du  hattest für genau zwei Fotos die Geduld, ruhig zu stehen. Danach musstest du all deinen Aufregung und Energie beim Rennen, Springen, Klettern und Lachen loswerden. Saubere Kleidung wird überbewertet.


Glockenschlag 9 Uhr begann in der Turnhalle die Einschulungszeremonie mit kleiner Ansprache, Sicherheitshinweisen und einem musikalisch untermalten Vortrag der Zweitklässler für die nun neuen Erstklässler. Mit gelben Sicherheitsmützen und unglaublich großen und leuchtetenden Kinderaugen wurde dann ein Gruppenbild aller Erstklässler gemacht bevor es danach in die Klassenzimmer ging. Wie selbstverständlich bist du aufgestanden, als dein Name aufgerufen wurde, hast dich eingereiht und bist, stolz und mächtig groß, mit den anderen Kindern in dein Klassenzimmer gegangen.



Was ihr da gemacht habt, dass weiß ich nicht. Es heißt so oft, mit der Schule beginnt die Zeit, in der man nichts mehr erzählt bekommt als Eltern. Vorbei ist die Zeit mit den Tür- und Angelgesprächen mit Erziehern. Und du selbst hattest deinen Kopf so voll mit all diesen neuen Eindrücken, dass ich getrost noch zwei Wochen warten kann, bis du mir dazu etwas erzählen möchtest. Ich weiß nur, dass du sehr stolz auf deinen Sitzplatz bist. Der erste Platz direkt neben der Tür. Du hast mir ganz aufgeregt gesagt, dass das der beste Platz im Zimmer ist. Da du nun als erster zur Pause kannst. Niemand sonst sitzt so nah an der Tür. Und mein Herz nahm Anlauf für ein oder zwei Purzelbäume. Deine Freude war und ist so ansteckend.

Der darauffolgende Gottestdienst verlief ebenfalls ganz nach deinem Geschmack. Kurz und knackig, mit Gesang und Mitmach-Aktion. So und nur so magst du das.

Als wir im Anschluss im Kindergarten deine Schultüte und den Schulranzen zeigten, nahm dein Herz Anlauf für ein oder zwei Purzelbäume. Du warst so stolz, zeigtest jeden dein Federmäppchen, deine erste Hausaufgabe und die ganzen Fächer deines Schulranzen. Und du teiltest deine Nascherei mit all deinen ehemaligen Kindergartenfreunden. Nun war es amtlich. Mit der geteilten Nascherei besiegelt ein jedes Schulkind den entgültigen Abschied vom Kindergarten. Ein Gefühlschaos. Hauptsächlich bei mir.

Für Mittagessen hattest du wenig Sinn, dafür warst du viel zu aufgeregt. Kaum zu Hause wurde die Schultüte auf Herz und Nieren geprüft. Hier ein "Aaah! Mama! Schau mal!"  und da ein "Papaaa! Hast du das gesehen?!" machten deutlich, wie sehr dir der Inhalt der Schultüte gefiel. Eine rote und gelbe Karte für das nächste Fussballspiel. Ein T-Shirt, Stifte, Malbuch, Leuchtarmband, eine Armbanduhr und allerhand Nascherei. Größtes Glück auf dieser Erde, dass sich da in unserem Wohnzimmer absspielte.
Und auch als wir deinen kleinen Bruder abholten, er seine Geschwisterschultüte bekam und diese im Wohnzimmmer ausbreitete, freutest du dich mit ihm, wie über deine eigene. Zusammen macht das sich freuen einfach mehr Spaß.

Den gesamten Nachmittag verbrachtest du wie auf Watte. Du warst laut, überdreht und aufgeregt. Und glücklich. So glücklich! Auch als wir die erste Hausaufgabe erledigt hatten, konnte man deine Zufriedenheit mit diesem Tag und diesem neuen Lebensabschnitt, mit diesem "Ernst", durch und durch spüren.

Schulkind 2016 - ich wünsche dir von Herzen viel Spaß beim Lernen, beim Freundschaften schließen und beim weiter wachsen!

Mit ganz viel Stolz und etwas Wehmut.

Deine Mama

2016/07/08

Kindergartenübernachtung: Der Tag danach

Nun hätten wir also auch diesen Meilenstein geschafft. Heute morgen, als ich den Miniwusel in den Kindergarten brachte, bekam ich mit Mühe und Not ein kurzes "Hallo Mama!" bevor der große Wusel, sichtlich noch müde, sich weiter im Sandkasten des Kindergartens vergrub. Viel war aus ihm nicht herauszubekommen. Er schien jedoch glücklich und zufrieden. Mein Angebot, ihn mit nach Hause zu nehmen, lehnte er mit einem Nörgeln ab.

Die Kindergartenübernachtung verlief, wie zu erwarten, reibungslos. Es wurde Eis gegessen, Fußball geschaut und tatsächlich auch geschlafen. Trotz Niederlage. Um 6 Uhr morgens war es jedoch mit dem Schlaf vorbei. Eine Tatsache, die mich schmunzeln lässt, denn der große Wusel schläft für gewöhnlich ein bis zwei Stündchen länger. Daher auch die etwas letharge Begrüßung. Hatte ich jedoch auch nicht anders erwartet.



Dennoch beendete ich den heutigen Kindergartentag relativ früh, holte die Wuselzwerge nach der Mittagspause ab und versuchte zu ermitteln, wie nun die Stimmungslage war. Eine liebe Freunden von weit weg war zu Besuch und wir wollten uns gerne zum Spielen treffen. Der Miniwusel war sofort Feuer und Flamme. "Dahin wo es Wasser gibt!" Klare Ansage. Der große Wusel hingegen hatte, ebenfalls wie erwartet, schlechte Laune. Er wolle nicht weg. Er wolle zuerst einen Kuchen backen. Ein Fußballfeld mit Tor. Aber nur einem. Das der Gegner. Auch eine Taktik, wie ich finde. Ich war mäßig begeistert, da ich erstens keine Lust hatte, bei diesem Wetter in der Wohnung zu bleiben und zweitens ich mir wahrlich anderers Vorstellen konnte, als aus dem Nichts heraus ein Fußballfeld zu basteln. Aus Kuchen. Nein.

Mit etwas Überredungskunst gelang es mir, dass der große Wusel mit einem Bob der Baumeister ebenfalls zu frieden wäre, panschte mit ihm den Teig, schob die Backform in den Ofen, richtete alles für den Wasserspielplatz und tatsächlich - wir schafften es zu angemessener Zeit auf dem Spielplatz zu erscheinen. Mit gut gelaunten Kindern und Bob der Baumeister Kuchen inklusive. Ich bin so heldenhaft.

Und während die vier Kinder da so für sich und ohne uns spielten, stellten wir zwei Mütter fest - so groß! So schnell! Unfassbar! Gerade noch... ach man kennt es ja.

Der große Wusel war müde. Wirklich. Aber er war nicht ruhig zu kriegen. Er spielte über eine Stunde mit etwa gleichaltrigen, ihm fremden, Kindern am Wasser, später dann lieferte er sich mit Älteren ein Fußballduell. Ihn so aufgeschlossen, so völlig ohne Berührungsängste zu sehen, dass ist schon ein ganz besonderer Stolz, der sich da in mir auftut.

Ich kann es mir auch einbilden, aber ich finde, er ist gewachsen. Über Nacht. Ein ganzes Stück Selbstbewusster, Selbstständiger und Größer. Innerlich.

Hach. Ich lieb den so, diesen Vorschulbub!

Minensie

2016/04/18

Schule in Sicht!

Nun ist es entschieden. Der große Wuselzwerg wird in diesem Jahr ein Schulkind. Das war ein ziemlich gefühlsreicher Weg bis zu dieser Entscheidung. Letztlich habe ich im Sinne des Wuselzwerges und nicht in meinem Sinne entschieden. Nein. Nicht nur ich. Der Herr von und zu Zwergenpapa hat diese Entscheidung mitgetragen. Dafür bin ich dankbar.

Ich war in den letzten Wochen so hin und her gerissen. Was gebe ich meinem 5 jährigen Wusel mit dieser Entscheidung, was nehme ich ihm? Ich habe Pro und Kontra Listen gemacht, habe ein bisschen gelesen, habe mich umgehört und habe letztlich dann doch aus dem Bauch heraus entschieden.

Eine Woche vor dem sogenannten Schulscreening, hatte ich den Entschluss gefasst: keine Einschulung. Es reicht locker im nächsten Jahr. Mit dem Hintergedanken, dass der große Wuselbub dann ein weiteres Jahr Zeit hat, sich in seiner Bastel- und Bauwelt auszutoben. Denn das ist es, was er hauptsächlich im Kindergarten macht. Er zieht sich zurück und bastelt. Früh meist für sich selbst, Vormittags mit ein paar Freunden, Nachmittags wieder meist für sich selbst. Er schneidet und klebt, baut und konstruiert, dass es eine wahre Freude ist. Daher der Entschluss - kein Schulkind. Da wir schon zum Screening angemeldet waren und der Wuselbub das wusste, haben wir den Termin wahrgenommen. Der Wuselbub verkündete mir am Morgen, er habe keine Lust auf das Screening und ich fühlte mich bestätigt, nahm keine Unterlagen zur Anmeldung in die Schule mit und sprach während des Screenings mit den Anwesenden Müttern. Warum und weshalb. Und dann wurde ich von einer Lehrkraft gebeten zu dem Raum des Screenings zu kommen. Und mein Herz flatterte nervös. Ich dachte im ersten Moment, es sei irgendetwas passiert. Aber dem war nicht so. Zwei der drei anwesenden Lehrer wollten nachfragen, aus welchem Grund ich beim Wuselbub zögere. Ich erklärte meine zwei Kontra-Punkte (Spielzeit und soooo jung) und sie schauten mich an. Sie wollen mich zu keiner Entscheidung drängen. Mir sollte nur klar sein, dass er fit sei. Sehr fit. Ehm ja. Das der Wuselbub in den Dingen gut ist, die er kann, das weiß ich. Das ist mir bewusst. Als mir eine der Lehrkräfte sagte, dass sie nur anmerken möchte, dass ein "ausbremsen" seines Wissensdranges, auch wenn es positiv mit spielen im Kindergarten behaftet ist, die Motivation durchaus senken kann, habe ich so ein kleines Stechen in der Körpermitte verspürt. Denn tatsächlich ist es genau der Punkt, der mich in den vergangenen Wochen so zum verzweifeln brachte. Ich habe den Eindruck, dass ich ihn tatsächlich mit einem weiteren Jahr Kindergarten ausbremse. Das muss grundsätzlich nicht negativ sein. Das ist in den meisten Fällen eher eine Bereicherung. Es fühlte sich jedoch negativ an, wenn ich es in Bezug mit meinem Wuselbub brachte.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich holte die Unterlagen zur Schulanmeldung und meldete den Wuselbub an, bekam einen weiteren Termin zum Testen der Schulreife und war ein bisschen aufgewühlt. Schulreifetests werden eigentlich nur bei Wackelkandidaten gemacht. Ich hatte deswegen nachgehakt. Die Lehrkräfte meinten, es gehe dabei ausnahmsweise nicht um die Schulreife im eigentlich Sinne. Da sind sich alle drei Lehrkräfte einig, dass der Wuselbub da alle Anforderungen entspräche. Es gehe darum, dass man Zeit hätte, sich das Kind einzeln genauer anzuschauen, besser einschätzen zu können und mir meine Zweifel zu nehmen. Das klingt jetzt, als würde es in eine Richtung gepresst, aber nein. Es fühlte sich wirklich nicht an, als wolle mich irgendjemand zu einer Entscheidung drängen. Es verwirrte mich, wie schon erwähnt, aber es drängte mir keiner seine Meinung auf.  Auch wenn ich das gerne gehabt hätte. Es kam mir tatsächlich so vor, als wäre es leichter, würde jemand anderes diese Entscheidung treffen.
Letztlich entschied der Wuselbub. Der hatte mächtig Spaß und fand das, selbstverständlich, aufregend. Beim Schulreifetest hatte er, wie auch beim Schulscreening, am frühen morgen lautstark verkündet, er habe keine Lust auf den Test. Zog sich allerdings schon die Jacke an, als ich durch den Hof gelaufen kam um ihn abzuholen. Er motzte, weil er das Schattentheater nicht mit anschauen konnte, dass gerade aufgebaut wurde, und zeitgleich hüpfte er mir voraus. Richtung Schule.

Der Schulreifetest dauerte länger als das Screening. Ich wurde für eine Stunde meiner selbst überlassen und flüchtete mich in Kaffee und Mohnschnecken-Kauf. Das Bild hatte ich schon (beiFacebook) gezeigt.






Nach dieser Stunde wurde nur kurz mitgeteilt, dass die Tests ausgewertet werden müssen und ich in der nächsten Woche noch einmal zur Besprechung kommen sollte. Da stand ich nun. Und wartete letztlich nicht mehr darauf, was genau bei dem bevorstehenden Termin zur Besprechung herauskommen würde. Der Wuselbub hatte mittlerweile entschieden, Schule ist sein Ding. Da will er hin. Punkt. Aus der Nummer kam ich so oder so nicht mehr heraus. Da hätte ich das gar nicht erst anfangen dürfen, es so zum Thema werden zu lassen. Habe ich aber. Blöd gelaufen.

Die Auswertung des Schulreifetests verlief erwartungsgemäß positiv. Wie gesagt, um zu hören, dass das, was der Wuselbub kann, gut kann, war ich nicht da. Ich zählte noch einmal meine Kontrapunkte auf. Soooo jung und wertvolle Spiele-Bastelzeit im Kindergarten. Die Lehrkräfte gaben ihr Statement ab und ließen mich allein mit meinem Kopf. Und der hatte keine Lust mehr auf dieses Katz' und Maus Spiel. Wenn der Wuselbub unbedingt möchte, dann darf und soll er in die Schule gehen. Mir ist bewusst, dass er durchaus in zwei Wochen keine Lust mehr haben kann. Aber nun denn. Irgendwann muss eine Entscheidung stehen und diese Unsicherheit meinerseits kann so einer kleinen Kinderseele nicht gut tun. Denn, es steht außer Frage, dass der große Wuselbub absolut Startklar für die Schule ist. Daran ist nichts zu rütteln. Auch nicht seine 5 Jahre bei Schulbeginn.

Jetzt heißt es, meine Bequemlichkeiten über Board zu werfen. Urlaub in der Ferienzeit - damit hab ich zum Beispiel in diesem Jahr gar nicht gerechnet. Oder Schulranzen kaufen - das wohl leidigste Thema aktuell. (Wenn jemand dahingehend Tipps hat... immer her damit. Wir liebäugeln mit einem Ergobag Cubo SchlauBär. Und ja, der Wuselbub hängt mir seit Tagen in den Ohren. Wann denn endlich der Schulranzen da wäre. Geduld ist eine Tugend)

Um Himmels Willen. Ich hab dieses Jahr ein Schulkind unterm Weihnachtsbaum!

Letztlich kann ich nur falsch Entscheiden. Habe ich mir so gedacht. Entweder der Wuselbub wird es mir nun auf Ewig übel nehmen, dass ich ihn jetzt schon in die Schule gehen lasse, und er ja noch sooooo jung... quasi der jüngste in der Klasse sei und somit auf Ewig der Kleine sein wird. Oder aber er wird es mir auf Ewig vorhalten, warum ich ihn noch im Kindergarten gelassen habe, wo er doch schon längst mit allem durch sein könnte!

Wir werden sehen. Mein Achterbahnfahrt ist in jedem Fall beendet. Der Bauch sagt ja zur Schule und erinnert mich daran, dass der Wuselbub täglich ab 12 Uhr daheim sein wird  und somit ausreichend Zeit wäre um das eine oder andere fertig zu basteln. Vielleicht hat er bis dahin gar keine Lust mehr zu bauen. Scherz! Ich glaube, diese eine Liebe wird nie zu ende gehen!

Neben Geburtstag des Miniwusels heißt es jetzt also... die Schule naht. Mit großen Schritten.

Bis dahin machen wir weiter. Es gibt immer was zu kleben, zu schneiden oder zu bauen. Yippieh jaja dubidubida. Oder so ähnlich.

Nur gut, dass der Miniwusel kein Kann-Kind ist. Da muss ich nichts entscheiden. Ich bin da einfach nicht gut darin.



Minensie







2016/04/01

Nostalgie - Heute vor...

... 6 Jahren.

Heute vor 6 Jahren hatte ich ziemliches Herzrasen. Und Bauchflattern. Heute vor 6 Jahren saß ich im "Kämmerle", der Herr von und zu und ich je einen kleinen Goldhasen und die Schwiegereltern ein Überraschungsei in Übergröße vor sich. Es war ein herrlicher Morgen. Die Sonne schien. Es war warm und der Frühling klopfte ans Fenster. Es gab frische Brötchen und Frühstückseier. Es wurde geplaudert. Über dies und jenes. Über den bevorstehenden Abend. Über das Wetter, über die Woche. Die Osternascherei von jedem unberührt.
Bis ich es irgendwann nicht mehr aushielt und die Schwiegereltern drängte doch ENDLICH das Ei zu öffnen. Ich hatte den Nachmittag zuvor damit verbracht, dieses Ei besonders zu präparieren. Die etwas irritierten Schwiegereltern taten glücklicherweise, wie ihnen gesagt wurde, und ich spüre heute noch ein leichtes Kribbeln auf der Haut, wenn ich an den Moment denke, als sie den Inhalt realisierten. Ein Ultraschallbild. Und je eine Lizenz zur Oma und zum Opa. Das dauerte etwa 2 Sekunden bis die beste Schwiegermutter der Welt verstand. Und dann gab es Tränen. Reichlich.

6 Jahre ist das her. Es fühlt sich wie ein Wimpernschlag an.
Wir waren zu dem Zeitpunkt gerade erst ein paar Monate in die renovierte Wohnung umgezogen. Ich hatte meine Ausbildung beendet, eine weitere Zusatzausbildung begonnen, einen neue Stelle innerhalb des Hauses angenommen und hatte mich zum Fernstudium angemeldet. Und dann war da so ein Punkt auf einem Schwarz/Weiß Bild. Das schönste Bild, dass ich bis dahin je gesehen hatte. Die Liebe, die ich bei diesem Bild empfand ist bis heute nicht weniger geworden. Ganz im Gegenteil, sie wächst täglich. Sie war die erste Liebe ihrer Art, die in ihrer Wiederholung nicht an Zauber verloren hat. Vor 6 Jahren verliebte ich mich Hals über Kopf in einen Punkt voller Leben. Seither schlägt mein Herz in einem anderen Takt. Meinem anderen Takt. Seit 6 Jahren.

Danke. Für dieses Wunder. Dieses Leben. Diese Liebe.

Minensie

2016/03/15

Ein weiterer Brief

Mein liebes Kind,

du bist so unglaublich groß geworden. Gerade gestern wurdest du erst auf diese Welt geholt und nun? Nun buchstabierst du, rechnest, willst so unbedingt das Lesen lernen und verblüffst mich mit deiner Auffassungsgabe immer wieder neu. Du bist mein erstes Kind und ich habe keinerlei Vergleich. Doch den brauche ich auch nicht. Du bist perfekt so wie du bist. Seit Monaten wälze ich deswegen die immer gleiche Frage hin und her. Einschlung ja? Nein? Und bleibe permanent am "vielleicht" hängen. Ich bin so unsagbar verunsichert. Ich möchte nichts falsch machen. Ich möchte das Beste für dich. Aber du bist eben mein erstes Kind und ich kann nicht in die Zukunft blicken. Ich habe keine Ahnung, welche Entscheidung die richtige wäre. Ein weiteres Jahr im Kindergarten. Kindsein wie es sich gehört? So liebend gerne! Das neue Jahr mit einem neuen Lebensabschnitt beginnen? Deinem Wissensdurst gerecht werden? Tausendmal Ja!

Seit ich die Bestätigung für dein wachsendes Leben hatte, macht mir das Schulthema Angst. Und ich kann in keinster Weise nachvollziehen warum. Ich selbst bin immer gerne zur Schule gegangen. Ich war immer die Kleinste, egal wie alt ich war. Ich war immer die Neue. Aber ich war immer gerne in der Schule. Ich habe es geliebt, lernen zu dürfen. Neues zu erfahren, neues zu entdecken. Ich habe es geliebt, morgens alleine zur Schule zu laufen, am Kaugummiautomaten vorbei, niemals ohne einen prüfenden Blick in das Auswurffach zu werfen, ob nicht vielleicht doch einer einfach so durchgerutscht ist. Ich hatte Spaß die Bauarbeiter am Morgen zu grüßen und diese eine Oma. Jeden Morgen. Für das gesamte erste Schuljahr. Ich habe es geliebt in die Bücherrei zu können. Bücher durchblättern zu dürfen, Hefte mit Worten füllen zu können. Ich habe es geliebt, Kreide an meinen Fingern zu spüren, meine eigene kleine Schieferntafel zu haben und mit meinem Setzkasten Wörter zu bilden. Ich habe es genossen, jeden Tag meinen Schulranzen für den nächsten Tag vorzubereiten. JEDEN Tag. Die Wochenenden waren da manchmal sehr hinderlich. Ich konnte nie aufhören zu fragen. Bis meine Mama ein Abo für eine Kinderlexikonreihe abschloss. Und ich so vieles hundertfach nachlesen konnte.
Es hat mich nie gestört, immer die Neue zu sein. Meine Mama zog mit meinen Geschwistern und mir so oft um, dass ich es als Kind nicht gezählt habe. Ich habe in der Grundschulzeit 2 mal die Schule gewechselt. In der Hauptschulzeit ebenfalls, bevor ich in der 6. Klasse in eine von Nonnen geführte Schule ging. Ab da waren die Umzüge nicht mehr relevant. Bis zur 10. Klasse hatte ich eine absolute Konstante, auch wenn wir bis dahin weitere 3 mal umzogen. JDas ich bis zur 12. Klasse den Wohnort gleich 3 mal wechselte fiel letztendlich gar nicht mehr ins Gewicht. Doch hat es mich ehrlich nie gestört.
Meine Schulzeit ist mit durchweg positiven Erinnerungen verknüpft. Deswegen verstehe ich wirklich nicht, warum ich schon so lange Angst vor deiner eigenen Schulzeit habe.

Du bist ein aufgeweckter Lausbub. Ein Aufpasser. Ein Ansager. Du weißt genau was du willst. Und du setzt es durch. Du bist mutig. Sehr sogar. Du bist so präsent. Und du bist nicht auf den Mund gefallen. Oder den Kopf. Es gibt keinen plausiblen Grund, dir den Schuleintritt zu verweigern.  Nichtdesto trotz zermarter ich mir das Hirn. Wenn diese eine Entscheidung nicht die richtige, nicht die beste für dich ist, dann habe ich das zu tragen.
Lasse ich dir ein weiteres Kindergartenjahr, könntest du mir das auf ewig krumm nehmen. Dass ich dich klein gehalten hätte. Das ich nicht an dich geglaubt hätte. Lasse ich dich zur Schule gehen, dann könntest du mir dieses ebenso vorwerfen. Zum Beispiel, dass du immer der Jüngste seist. Oder ich dich  damit überfordert hätte.  Hätte, hätte, Fahrradkette. Es ist zum verrückt werden.

Nun lasse ich den kommenden Informationsabend zum Schulbeginn auf mich wirken und warte mit dir das entgültige Schulscreening ab. Vielleicht nimmt mir ja jemand, in diesem Fall die Schule, die Entscheidung ab. Unterm Strich wird sie es. Das Ergebnis des Screenings wird der Stempel für den Entschluss.

Ich hoffe, ich begleite dich im richtigen Tempo. Ich hoffe, ich werde es stets bemerken, in welche Richtung du möchtest.

Du bist perfekt, genau so wie du bist! Und meine Zweifel haben am Ende in keinster Weise etwas mit dir zu tun. Sondern mit meiner eigenen Unsicherheit, dir nicht gerecht werden zu können.

Ich liebe den Weg, den ich mit dir gehe. Ich hoffe, du wirst ihn genauso lieben.

Deine Mama

2016/03/02

Alltagsgeblubber

Jetzt habe ich gefühlt 5 Texte, tatsächlich sind es 3, die ich euch gerne zeigen würde, und bei jedem fehlt mir noch irgendetwas. Da ich aber nunmal mitteilungsbedürftig bin, muss ich jetzt ein bisschen Alltagsgeblubber loswerden.

Das das jetzt der zweite Versuch ist, sollte mir ein Zeichen sein. Aber. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht penetrant hartnäckig wäre. Hier also der zweite Versuch und diesmal werde ich erst speichern, dann schließen. Jahaaa! *hmpf*

***

Unsere letzte Woche war von unspektakulär bis spektakulär zu alltagsroutiniert eigentlich alles.

Erwähnenswert ist die vergangene Woche erst ab Freitag. Davor kam zwar ein Zauberer in den Kindergarten, aber da ich von diesem bis heute nichts erzählt bekomme, kann man sich nun aussuchen ob er grottenschlecht oder einfach nur zu gut war.

Freitag jedenfalls entdeckte ich eine neue Art der Kinderfolter. Einen Kindergartenbasar vorbereiten. Mit zich Kuchen die verführisch lecker aussahen, mit Smarties und buntem Zuckerguss, der jedoch nicht gegessen werden durfte. Mit Kindertraumgetränken. Kistenweise. Die jedoch nicht getrunken werden durften. Und. Kinderspielzeug. Paradiesisch ausgebreitet. Das nicht bespielt werden durfte. Wenn jemand also Freitag Nachmittag verzweifeltes Kindergewimmer vernommen hat - das waren meine. Tut mir auch echt leid. Werde ich nie wieder machen, die Zwerge zu so etwas mitnehmen. Versprochen!



Zur Entschädigung buk ich mit den Wuseln dann noch einen Kuchen daheim und bereitete ungefähr 3kg Pizzabrötchenmasse vor. Über die Schweinerei, die ich verursachte, weil ich die gesamte Masse in einen Tortendeckel gab, der zwei Löcher hatte, reden wir jetzt nicht. Bitte. Grmpf!



Samstag startete dann also der Kindergartenbasar und ich war heilfroh, dass ich Kuchen verkaufen durfte, statt ins Gewühl zu müssen. Sowas ist wirklich nichts für mich. Ich bin keine Basar-Mutti. Werd ich wohl auch nie. Gekauft hab ich letztendlich trotzdem etwas. Noch bevor es richtig los ging. Die Wuselzwerge litten ja Höllenqualen, weil sie bereits Freitag eine absolut geniale Lego Duplo Ritterburg sichteten. Und ich war auch ziemlich angetan. Deswegen musste ich da auch nicht lange überlegen und kaufte sie kurzerhand. Wir suchen schon so lange nach einer passenden Burg. Das es soetwas von Lego Duplo gibt, wusste ich bisher gar nicht. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis passte einfach und über alle erhobenen Zeigefinger, soetwas Großes doch nicht einfach so ohne Anlass den Kindern zu kaufen, stehe ich. Ich brauche nicht immer einen Anlass, wenn es etwas gibt, dass eine Herzenssache ist. Punkt. Außerdem hätte ich es niemals durchgehalten bis Ostern damit zu warten. Spielkind und so *hust*




Nachmittags ging es dann zum Geburtstag der Zwergenfreundin und wir hatten jede Menge Spaß bei super leckerer Matschkübel-Schoko-Bomben-Torte und Nudeln mit Spinat. Wir schafften es diesmal auch rechtzeitig, den Heimweg anzutreten, bevor die Wusels überdreht und übermüdet waren. Yeah! Wir lernen dazu!

Sonntag war dann ein richtig fauler Tag. Wir hingen erst bei Oma rum, frühstückten in aller Ausgiebigkeit, dann hingen wir im Wohnzimmer rum und spielten, malten, bastelten hier und da ein bisschen. Kurz bevor es Dunkel wurde, wollten die Wuselzwerge dann doch nochmal raus. Argh! Ist ja nicht so, dass ich sie bereits den gesamten Mittag und Nachmittag versucht habe, aus der Wohnung zu kriegen. Draußen war es jedenfalls bitterkalt. Und grau. Da half nur Kreide im Hof, um Farbe ins Spiel zu bringen. Außerdem war unser Miniwusel in geheimer Superhero-Mission auf seinem Bobbycar unterwegs. Das sah so süß und cool und lustig aus. Herrlich!




Die neue Woche begann ich vorallem mit Nichtstun. Also so richtigem. Ich schaute nach über 6 Wochen das erste Mal wieder ernsthaft fernsehen. Oder DVD. Je nachdem. Fack ju Göthe 2. Und ich tat mir in keinster Weise selber leid. Das war einfach nur spaßig. Ich hab' so viel gelacht! Außerdem gab es ein geplant überraschendes Telefonat. Mal fixe 10 Jahre jünger gefühlt. Alte Freundschaften die sich überhaupt nicht alt anfühlen sind die Besten :D Der Montag war somit wirklich ein voller Erfolg. Ich schaffte überhaupt gar nichts am Montag. Und ich fühlte mich keine Sekunde schlecht dabei :D Außerdem begann es zu schneien. Es begann Mittag und hörte erst Dienstag Nachmittag wieder auf!



Dienstag hatte ich mein persönliches Highlight. Der Kindergarten der Wusel war im Altenheim zu Besuch. Das diesjährige Motto lautet:

"Wenn ich groß bin werde ich..."

Die Kinder lernen dabei viele verschiedene Berufe kennen. Und Dienstag lernten sie meinen Beruf kennen. Ich zeigte ihnen die Station, zeigte, wer außer den Pflegern noch alles dafür Sorge trägt, das so ein Heim "läuft" und wir hatten wirklich jede Menge Spaß. Die 16 Vorschulkinder durften sich im Büro der Pflegedienstleitung stapeln, durften, unter Berücksichtigung aller Hygienevorschriften, die Geschirrspülmaschine der Küche anschauen, lernten Physiotherapeuten kennen und versüßten allen Anwensenden mit wirklich lustigen Bewegegungsliedern und Fingerspielen den Vormittag. Dafür gab es allerhand Süßes für die Akteure. Fastenzeit hin oder her. Es war alles in allem ein Erfolg und ich glaube, die Kinder hatten wirklich Spaß :D

Außerdem begannen wir am späten Nachmittag mit der Ostereierproduktion. Wir haben in diesem Jahr viele Ideen und ich freue mich darauf, sie alle auszuprobieren. Zum "warm" werden haben wir jetzt erstmal nur Plastikeier (extra angerauht) mit Wasserfarben angemalt, welche ich vorhin mit Klarlack versiegelt habe, damit sie draußen im Hof längere Zeit farbig bleiben. Unser Osterstrauch wächst zudem. Ich zeig euch bald Details! Das ist das erste Jahr, in dem wir nicht so spät dran sind. Yeah!




Die restliche Woche verspricht viel. Wir fahren am Wochenende nach Thüringen zu Familie und ich freue mich so unendlich meine Herzensmenschen wieder zu sehen. Außerdem werde ich Sonntag meinen Geburtstagsgutschein einlösen! Darauf freue ich mich wirklich sehr! Das wird ein toller Tag in Leipzig!


Ach. Und ein Bild muss ich hier noch ganz dringend zeigen. Mich beim Babyenergie-tanken. Ich liebe diesen Schnappschuss und ich hatte ihn bereits bei Facebook gezeigt. Hier darf er allerdings definitiv auch nicht fehlen. ♥

Der Babybub ist so wunderbar! Da kann sich die Welt überschlagen, mit ihm auf dem Arm macht die Welt eine kleine Pause. Oder ich :D

Habt eine schöne Restwoche!

Minensie

2016/02/20

Mit guten Freunden feiert man...

Heute war ein ziemlich außergewöhnlicher Tag. Soetwas hatten wir noch nie. Aber es hat wahnsinnig Spaß gemacht.

Dieser kleiner Kerl hier, stellte heute alles auf den Kopf.

Er ist, neben den (imaginären) Katzen, fester Bestandteil unseres Alltags. Er ist uns einmal fast abhanden gekommen und seitdem ist er um so wichtiger geworden. In jedem Fall ist es so ziemlich der coolste Hundefreund, den der große Wuselbub so hat.

Heute Morgen teilte mir der große Wuselbub in einem Atemzug mit, dass der Hund krank sei und heute Geburtstag habe. Noch vor einem gemurmelten "Guten Morgen!" Ich sortierte das mir Gesagte, hatte jedoch keine Zeit großartig darüber nachzudenken, denn der Hund brauche sein Wärmekissen. Damit er gesund werden könne für die Geburtstagsfeier heute. Aha?!
Das Wärmekissen wurde also auf Temperatur gebracht und der Wuselbub baute eine geschützte Höhle, in der sein Kumpel ungestört schlafen konnte.

Und dann ging es auch schon los. 07:45 Uhr wohlgemerkt.

"Mama, der Hund wünscht sich 7 Geschenke! Ein großes Piratenschiff, ein kleines Piratenschiff mit roten Segeln, eine Löwenritterburg, ein Eishockey-Spiel, ein Fußballspiel, ein Krokodil, und eine Piratenkanone! Mama? Hast du gehört? Wir müssen das jetzt kaufen gehen!"  

Ehm. Ja. Nein! Und so begann eine hitzige Debatte über Geschenke. Über Geschenke bekommen, Geschenke kaufen, Geschenke wollen. In Facebook hatte ich da bereits heute Morgen mein Leid geklagt. Es war nahezu unmöglich gegen die Argumente des Wuselbubs anzukommen. Nicht nur, dass er wie ein Wasserfall redete, nein, er hatte auch noch so verdammt gute Argumente.



Gegen 9 Uhr einigten wir uns darauf, dass wir nach dem Frühstück gemeinsam in die Stadt gehen würden und er mit dem Geld aus seinem Sparschwein Geschenke für seinen Hund kaufen kann. Es dauerte etwas, bis er Begriff, dass nicht ich für die Geschenke des Hundes zuständig bin, sondern er, aber er schien unterm Strich mit dem Deal zufrieden.

Und nein. Das war kein entspanntes Frühstück.Der Wuselbub klebte an mir, verfolgte jeden Schluck Kaffee und riss sich so sehr zusammen, damit er nicht ständig fragte, wann es nun endlich los ginge. Da der Miniwusel viel lieber Baden gehen wollte, ging ich also mit dem großen Wuselbub mein Versprechen einlösen und überließ den Miniwusel seinem Badeglück.

Hatte ich erwähnt, dass heute ein ganz arg bescheidenes Wetterchen war? Viel Nass und noch mehr kalt! Brrrrr!

In der Sparkasse ließen wir das Sparschwein öffnen und ich staunte nicht schlecht, als da ein Schein zum Vorschein kam.



Wir hatten erst vor wenigen Wochen die Spardosen geleert, das da in der Zwischenzeit wieder etwas hineingesteckt wurde, wusste ich gar nicht mehr. Wie dem auch sei. Mit 15 € konnte man keinen großen Schaden, nur große Freude anrichten. Dachte ich mir so.

Wir gingen also in die Spielzeugabteilung und der Wuselbub ließ sich so unglaublich viel Zeit. Jedes Preisschild musste ich vorlesen und er verstand sehr schnell, dass alles mit mehreren Zahlen vor dem Komma quasi nicht im Budget war. Und auch da erstaunte mich der Wuselbub. Ich hatte mit großer Enttäschung gerechnet, aber nein. Der Wuselbub überlegte sehr genau, ließ Vergleiche aufstellen, ging mit mir in ein weiteres Geschäft, vergleichte da und entschied sich nach immerhin 2 Stunden für 2 Geschenke. Ole!

Wieder auf dem Heimweg sagte er ein paar Meter vor der Haustüre, dass wir nun nicht mehr über die Geschenke reden dürfen, der Hund habe sehr gute Ohren. Alles klar.

Also packten wir, wieder daheim im wohligen warm, mucksmäuschenstill die Geschenke ein.



Dabei fiel dem Wuselbub ein, dass wir gar keinen Kuchen für den Hund hatten. Das war ein ziemlich Schreck für ihn. Ein Geburtstag ohne Kuchen! Aber kein Problem, Kuchen ist hier das geringste. *hust*

Also rühren wir Teig für 7 kleine Muffins/Minikuchen an und stellten sie in den Ofen.

 Während der Backzeit räumten wir letztlich dann doch noch fix das Wohnzimmer auf und dekorierten für die Feier. Luftballons, Kerzen, Luftschlangen - was man eben so braucht. Selbst Partyhüte durften nicht fehlen.

Nach 45 Minuten war der Geburtstagstisch gedeckt, die Grußkarte geschrieben, der Kuchen verziert und der Hund endlich wach. Was für eine Aufregung!


Zwischendrin hatte der Miniwusel festgestellt, das auch seine Kuschelkatze (die eigentlich ein Schaf ist) heute Geburtstag habe. Nur gut, dass ich soweit mitdachte und für die auch gleich eine Minikleinigkeit mitbesorgte. Über die Minikleinigkeit war der Miniwusel zunächst nicht erfreut, er wollte auch etwas "großes" für die Katz aber nun ja. Bei ihm ziehen meine Argumente besser als beim großen Wuselbub :-p

Am Ende lebten Hund und Katze sieben mal hoch, pusteten gemeinsam die Kerze aus und ließen von ihren jeweiligen "Papas" die Geschenke auspacken.



Und die Freude schien grenzenlos! Der Wuselbub zeigte seinem Hund voller stolz die Turbo-Schnecken, die er für ihn ausgesucht hatte und auch das Krokodil, das dank Rabatt doch noch im Budget lag! Der Miniwusel freute sich letztendlich auch, ohne Tränen und Gemecker. Für seine Katze selbstverständlich. *hihi*

Es wurde Kuchen genascht, vorgespielt und schließlich musste ich noch den Geburtstagskindern plus Gästen vorlesen.

Danach ging es ganz typisch ans Geburtstagsbasteln. Es wurde eine Pirateninsel und ein Piratenfloß mit Seeungeheuer gebastelt.





Zwischenzeitlich war der Hund eingeschlafen. Wurde mir mitgeteilt. Ich bin mit dem Hund nicht ganz so auf einer Linie, deswegen muss ich da grundsätzlich den Wuselbub fragen. Und während der Hund also den Rest seiner Party verschlief, gab es Fingerfood (Frühlingsrollen) und zum krönenden Abschluss Popcorn!



Ich hab den Hund mal eine Schüssel beiseite gestellt, falls er heute noch mal aufwachen sollte... man weiß ja nie. In jedem Fall ist der Hund immernoch etwas krank (wohl auch, weil wir gerade allesamt etwas schnupfig sind) aber er habe sich sehr über den Tag gefreut. Wurde mir beim vertraulichen Gespräch während des Zähneputztens zugeflüstert. ♥

"Mama! Das war ein ganz toller Geburtstag! Die anderen Geschenke wünscht sich der Hund dann für seinen nächsten Geburtstag, bis dahin hab ich auch ganz bestimmt wieder gespart!"

Hachja. Strahlende Kinderaugen. Mutterherz. Die übliche Schmachterei.

Unterm Strich kann ich sagen - ich bin heute genauso geschafft wie nach einem Geburtstag der Wusels. Das war mal ein so völlig anderer Tag. Aus dem Nichts heraus eine Feier für ein Kuscheltier zu zaubern, das hatte ich bisher noch nicht. Dennoch hat es an nichts gefehlt. Luftschlangen, Luftballons, Geburtstagsdrache, Kuchen, Geschenke, Spiele und Mitgebselbastelei - alles vorhanden *lach*

Ich hoffe dennoch, dass morgen nicht unsere Betty - der Kuschelhund vom Miniwusel - urplötzlich Geburtstag hat! Ich hätte da für morgen andere Pläne. Ich weiß noch nicht genau welche, aber andere!

Eine Frage interessiert mich brennend: Hattet ihr als Kind auch solche Freunde? Ich kann mich nicht erinnern, liebe es aber innigst, es bei meinen Zweien zu beobachten!

Schönes Restwochenende!




Minensie

2016/02/09

Wochenschnelldurchlauf

Was für eine Woche! Zwischen Projektpräsentation, Geburtstagskrapfen des Patenbubs, Urkundenübergabe mit ziemlich guten Abschlussessen, lautem Musikgarten, einer Fahrt in den tiefsten Winter hinein, Familie, Kindern, die beinahe vom Kindergarten nicht abgeholt wurden, arbeitsreichen Tagen und einer anfangs etwas schnöden Faschingsparty war es ohne viel zutun plötzlich Montag. Hier noch einmal in Farbe:

Patenzuckerbub wird 2!

Geschafft!

Lieblingsspiel in der Musikschule - wer kennts?


 Lieblingshund - ich liebe die Dicke Hummel! So! Sehr!

 Schbaidermäään in Aktion! Das nennt man Bewegungsschärfe!
  Schkailänder (Darth Vader) im Drachenfell... Narrenfreiheit und so.

Und weil der Wetterbericht so überhaupt nichts gutes versprach, hatten wir gestern, also Montag eine kleine private Faschingsparty bei einer Freundin. Mit viel Kamellen, Luftschlangen und Partyknallern. 



Vom Verkleiden wollten die Kinder nicht viel wissen, vom Schminken anfangs auch nicht. Dafür stellte ich mich für den Testlauf der La Muerta / La Caterina zur Verfügung. Meine Freundin wollte am Abend als LaCatrina trumpfen. Sie durften erstmal an mir üben. Fasching auf mexikanisch! Yeah!





Außerdem aß ich erstmals selbstgerolltes Sushi und bin immer noch schwer begeistert. Das erste und letzte Sushi meines Lebens liegt etwa 8 Jahre zurück und war nicht gut. Gar nicht gut! Brrrr. Aber die Algenröllchen gestern waren der Hammer. Boah! Echt richtig richtig gut! Ich komm aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus :D



Kurz bevor wir dann den Heimweg antreten wollten, bemerkten die Faschingsmuffelzwerge das sie nicht geschminkt waren. Logisch oder? Also musste da noch Farbe ins Gesicht. Kurz vor 21 Uhr. Das sollte man wissen. Solche Nudeln!




Ich fuhr dann also ziemlich spät mit einem eingeschlafenen Drachen und einem ziemlich müden Tiger nach Hause, die LaCatrina ließ zuvor ich bei der Partydisco raus und schleppte dann Kind und Kegel in die Wohnung. Außer Zähneputzen lief dann auch nicht mehr viel. Geschminkt und glücklich ließ ich die Zwerge in die Betten. Manchmal muss das einfach sein.

Heute Morgen gaben wir dann sicherlich ein lustiges Bild ab. Alle drei waren wir noch von gestern geschminkt, saßen am Tisch und aßen gemütlichst Brötchen. Das erste gemeinsame Frühstück seit gefühlten Ewigkeiten. Mir fehlt das immer sehr schnell, wenn ich mal ein paar Wochenenden am Stück arbeite.Und weil morgen die Fastenzeit beginnt, musste das heute noch einmal so richtig ausgekostet werden :D

Der Miniwusel hockt nun in seiner geliebten Badewanne, der große Wusel spielt Unfall mit Legoautos und ich gehe die kommenden Tage terminlich durch. Immernoch eine ganze Menge, die da ansteht. Und wir haben schon wieder fast Mitte Februar. 2016 ist bisher nicht wirklich kooperativ. Das muss ich mal sagen. Aber nun denn. Jammern macht es nicht besser. 

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Wer uns bei Instagram folgt, der kennt einige Bilder sicherlich schon. Dort könnt ihr uns durch den Alltag folgen. Ich merke, ich finde Instragram* ziemlich cool :D

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Wenn uns kein Sturm davon bläst gehen wir in ein paar Stunden zum allerletzten Narrenumzug für dieses Jahr. Aalaf Helau Olaf! Was auch immer. Wir packen diesmal große Tüten ein :D

Habt einen schönen letzten Faschingstag!

Minensie

*natürlich heißt es Instagram. Schreibfehler darf jeder behalten, der einen findet.