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2015/11/09

Von ritterlicher Deko und mittelalterlichen Spielen

Hiermit nun der letzte Eintrag zum Geburtstag. Der ist im Grunde hauptsächlich für mich. Einfach um zu wissen, was ich gebraucht habe, wo ich Schätze gefunden habe und wie ich es in etwa durchdacht hatte um eventuell beim nächsten Geburtstag etwas planvoller heran zu gehen. Aber nur eventuell :D

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Einladungen

Zunächst einmal gab es die Einladungen. Die hatte ich hier ja schon näher beschrieben. Ich werde bis heute noch auf die Einladungen angesprochen. Und das freut mich ehrlich. Schließlich war es die Idee vom großen Wuselzwerg und die war ein voller Erfolg.



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Tischdeko

Bei der Tischdeko war ich diesmal knausrig. Ich wollte kein Geld für Ritter-Tischdecken, passenden Papp- oder gar Plastikbechern und -tellern geschweige denn ritterlicher Tischdeko ausgeben. Deswegen deckte ich die Tafelrunde mit einer einfachen weißen Papiertischdecke von der Rolle ein. Zweilagig, weil die Qualität leider wirklich nicht berauschend war. Darauf malte ich dann eine Ritterburg. Zuerst dachte ich, ich könnte ja das Geburtstagskind selbst die Deko malen lassen, verwarf den Gedanken jedoch sogleich. Schließlich haben die Kinder striktes Tisch-Anmalverbot (wer unseren Tisch kennt, der weiß, dass das Verbot zu spät ausgesprochen wurde). Dank meiner malerischen Talente, sah die Burg am Ende ja dennoch so aus, als wäre sie vom Geburtstagskind selbst gemalt worden.



Teller, Becher und Besteck gab es aus dem Geschirrschrank. Wir haben einfarbiges Geschirr, das geht zu fast allem. Die Becher und unsere Kuchengabeln und kleinen Löffel von rice bringen grundsätzlich immer Farbe auf den Tisch.

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Deko generell


Luftballons, Papiertrinkröhrchen, Luftschlangen, Geburtstagsdrache und allerhand Mitgebsel für die After-Party-Tütchen sammelte ich beim Outlet-Shopping ein. Oder wurden zum Teil von meiner guten Seele eingesammelt. Wer die Möglichkeit hat, der sollte es sich auf keinen Fall nehmen lassen in Bad Rodach vorbeizuschauen, wenn beim Jako-o Outlet die Prozente rollen. Es war purer Zufall oder Schicksal, dass es im Outlet kurz vor der Geburtstagssause des großen Wuselzwerges die Prozente zu kullern begannen. Und jep. Ich hab sie eingesammelt, die Prozente. Mehr als notwendig. Das kann ich sagen! Und ich bereue nichts *hihi*


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Die Papierhüte hab ich im hießigen Spielwarengiganten entdeckt und mitgenommen. Die fand ich niedlich und die passten auch einfach gut. Sie sind von Ritter Trenk. Man kann sie auf die Kopfform der jeweiligen Kinder anpassen - das überzeugte mich.

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Ansonsten gab es ganz unritterlich die Geburtstagswimpel wie jedes Jahr. Das Set gab es mal beim großen Kaffee-Röster zum selbstgestalten. Passt immer und sind immer ein Hingucker. Der Herr von und zu ärgert sich zwar, warum da nicht einfach "Alles Gute" stehen kann aber ich selbst habe kein Problem es auf Englisch zu lesen und zu sehen.

Unterm Strich ist nichts davon perfekt aufeinander abgestimmt, aber alles mit Liebe ausgesucht und dekoriert. Und genau deswegen passte es so gut zu dieser einen Feier.

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Spiele

Nach dem der Turnierkuchen angeschnitten wurde, die Gäste genau zwei Krümel gegessen hatten und sich sodann über ihre mitgebrachten Geschenke hermachten um sie alle gleichzeitig dem großen Wuselzwerg zu offerieren und am Ende selbst auszupacken, bereitete ich die Jungen-Schar darauf vor, dass wir in wenigen Minuten in den Hof gehen würden. Also alle noch einmal aufs Klo. Alle noch einmal Hände waschen. Und alle noch einmal sich komplett anziehen.

Der Herr von und zu baute den Parkour für das Turnier auf, ich steckte jedes Kind in die "Rüstung" und fotografierte jeden einzelnen mit Schwert und Schild und dann wurde angefeuert.

Es gab drei Stationen bei unserem Ritterturnier. Da der große Wuselzwerg Dinge ziemlich genau nimmt, haben wir uns nicht getraut, dass Tunier abzuwandeln und haben es eins zu eins vom Playmobil Fun Park übernommen. Das heißt:

1. Das Schwein mit der Lanze umstoßen
2. Ringe mit der Lanze aufspießen und 
3. Den Drachen abschießen



Ich weinte bei dem Gedanken, dass unserem neuen Hausdrachen (ja ich hab endlich Gesellschaft), Dellen oder gar Risse zugeführt werden könnten.

Die zwei Pappfiguren hat, wie bereits erwähnt, der liebe Eg0n für uns skizziert. Sie sind so wahnsinnig toll geworden, ich bin immernoch mehr als schwer verliebt. Sie sind einfach wunderwunderwunderschön!



Glücklicherweise überlebten Schwein und Drache den Ehrgeiz von insgesamt 7 Jungen. Samstag dann auch noch von 3 Mädchen und 3 Jungen (inklusive meiner Jungs). Somit durften Drache und Schwein nun bei uns in die Wohnung ziehen, wo sie täglich bewundert werden.

Weitere Spiele schafften wir nicht. Die Jungs wollten lieber das Geschenkte bespielen und das wollte ich in keinster Weise verbieten.

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Essen

Beim Essen gab es diesmal auch keine besonderen Highlights. Es gab einen Vanillekuchen mit Quarkcreme und Schokostreuseln, die ich zu einem Turnierkuchen trappierte, Berliner mit Himbeerfüllung, selbst gekauft und Windbeutel, ebenfalls selbst gekauft.



Für den Abend hatte ich zwei Bleche Kartoffelecken vorbereitet, sowie ein Blech Fischstäbchen, sodass ich zu gegebener Zeit nur noch den Ofen anschalten musste und Quark und Sauerrahm sowie Ketchup als Dip auf den Tisch stellen musste. Stressfreier geht es kaum. Es wurde auch erstaunlich viel gegessen. Die Ritterlehrlinge hatten mächtig Hunger.

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Give-Aways
Zu guter letzt noch die Mitgebsel-Tüte. Auch da gab es nur die einfache Variante. Ich hatte noch Brottüten und in die füllte ich die Schätze. Ich hätte sie noch anmalen können, mit einer Krone oder ähnlichem. Aber die Idee kam mir erst Tage später. Somit schickten wir die Gäste mit je einem Schild und einem Schwert sowie einer langweilig weißen Brottüte nach Hause. Alle glücklich und zufrieden. Yeah! Der grüne Dino ist im übrigen ein Radiergummi. Ich hatte zwei Mitgebsel. Zum einen kleine Plastikritter (die ich leider nicht fotografiert hatte) und eben diese Radiergummi-Dinos.



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Erinnerung

Damit der große Wuselzwerg auch diesmal eine Erinnerung im Alltag an seinen fünften Geburtstag hatte, entschied ich mich für das kunstvolle gestalten eines Kissens. Alle Gäste durften sich einen Vogel aussuchen, den sie anmalen konnten wie es ihnen gefiel. Quasi mit Signatur. Das machte Spaß und es bereitet uns heute noch Spaß, das Kissen anzuschauen. Es ist toll geworden ♥



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Bonus

Am Ende so einer Feier ist es immer gut, eine gute Seele zur Seite zu haben. Meine Mama, sprich Ritteroma, kam am Abend vorbei und half bei den groben Aufräumarbeiten, saugte am Ende noch einmal durch und freute sich über Kartoffelecken und Fischstäbchen. Das habe ich auf jeden Fall im Hinterkopf - jemanden einplanen, der beim aufräumen hilft. Das war eine so tolle Hilfe und Erleichterung! Zumal ich am nächsten Tag wieder zur Schule musste und zeitgleich einiges vorzubereiten hatte zwecks Kaffee-Besuch. Hiermit ein herzliches Danke an die wohl chaotischste Oma der Welt :D

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  Fazit

3 Wochen im Vorfeld sind ein gutes Zeitfenster. Sowohl Einladungen 3 Wochen vor der Sause zu verteilen sowie die grobe Ahnung zu haben, was man machen will. Das marker ich mir so auch für den nächsten Geburtstag.

Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, dass muss ich zugeben. Und der große Wuselzwerg war überglücklich. Was will Mama mehr.

Und jetzt genug von Rittern. Wir machen weiter mit Drachen :D

Minensie

2015/11/08

Die Schilder der Tafelrunde - Bastelanleitung

Endlich habe ich es geschafft und kann nun die Entstehung der Geburtstagsschilder zeigen. ENDLICH! Viel Spaß damit :D
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Der eigentliche Gag am Geburtstag sollte ja sein, dass die Kinder je ein Schild und ein Schwert bekommen, mit dem sie dann das Ritterturnier bestreiten konnten. Deswegen mussten Schilder her. 12 Stück. Und das möglichst günstig. Da wir eine zuverlässige Bezugsquelle für unbeschrifteten Karton haben, gab es das Rohmaterial quasi geschenkt. Jetzt mussten wir es nur noch anmalen, ausschneiden, verzieren usw.



Benötigtes Material
 
- stabilen Karton (bestenfalls unbedruckten) 
- deckende Farben
- Pinsel
(ich hatte 3 verschiedene Größen gebraucht, 2 / 6 / 10 )
- Kleber
- Cutter / Schere
- Schneidematte / schnittfeste Unterlage
- Briefklammern
- Gummiband
- Tesa
- ggf. Kopierpapier 
- ggf. Vorlage




Für den Erstanstrich holte ich mir  die Unterstützung meiner Schwester. Mit zwei Kindern Kartons anmalen und gleichzeitig fotografieren schaffe ich leider nicht.

Ich zeichnete also nach der Vorlage der Schaumstoffschilder der Jungs zwölf mal die Umrisse zum ausmalen auf Karton.



Der große Wuselzwerg entschied dann, dass das Schild zweigeteilt sein soll. In rot und gelb. Also packten wir die Farben aus und malten und pinselten was das Zeug hielt.


Wer glaubt, Kinder seien dafür lange zu begeistern, der irrt. Nach 4 Schildern hatten die beiden genug vom malen. Tante sei dank endete das nicht in einem Chaos. Während die geliebte Tante mit den Jungs schon mal für das Turnier übte, malte ich die restlichen 8 Schilder an. Das ganze sah dann letztendlich so aus.



Der große Wuselzwerg wollte einen Löwen auf das Schild. Wie auf seinen Einladungen. Und golden musste er sein. Das machte mich zunächst etwas ratlos.Schließlich kam mir die Idee mit Kopierpapier zu arbeiten. Das hatte ich noch von meiner Schulzeit hier. Ich druckte die Vorlage für die Einladungen also in A3 aus und übertrug den Löwen mit Kopierpapier auf die getrockneten Schilder. Das funktionierte wunderbar. Auch hier war das Tantchen die Rettung. Sie übernahm die restlichen 10 Schilder und pauste dort den Löwen darauf. Auch hier macht das tatsächlich nur wenige Male richtig Spaß. Ab dem achten Schild ist es nervig. Ehrlich.



Am nächsten Tag besorgte ich goldene Plakatfarbe, da ich etwas brauchte, das golden ist und vorallem, dass zu 101% die Temperafarben überdeckte. Sodann pinselte ich in vielen Nachtschichten den Löwen golden. Anfangs brauchte ich für ein Schild bis zu 30 Minuten. Zum Schluss schaffte ich ein Schild in 20 Minuten. Mir kam bereits beim ersten Schild die Idee, dass es ziemlich cool wäre, mit einem goldenen Edding die Konturen vorzumalen. Das ginge sicherlich schneller als mit Pinsel. Aber irgendwie schaffte ich es in den folgenden Tagen nie einen goldenen Edding zu besorgen und somit blieb mir die Feinarbeit eben doch nicht erspart.






Zu guter letzt klebte der Herr von und zu die fertig bemalten Schilder mit seeeeehr viel Kleber auf eine zweite Lage Karton und schnitt sie aus. Ich komme mit so viel Kleber am besten zurecht, wenn ich einen großzügige Menge quer auf das Material gebe und dann mit einer Art Spartel (das kann ein Stück Karton oder ähnliches sein) dann ganzflächig den Kleber verteile. So ist nirgends ganz viel oder ganz wenig Kleber sondern überall gleichmäßig viel Kleber aufgetragen.
Das ganze ließen wir dann wieder eine Nacht lang trocknen.

Für die Befestigung der Gummihalterung entschied der Herr von und zu, dass Briefklammern die beste Lösung wären. Er schnitt also pro Schild zwei Stränge breites Gummiband ab und befestigte dies mit den Briefklammern. Die Gummibänder sollten soviel Spielraum lassen, dass ein Kinderunterarm leicht hindurch passt.







Das ging ruck zuck und hielt fürs Erste. Von vorne sah es auch ziemlich hübsch aus. Leider lösten sich die Gummibänder immer wieder. Deswegen wäre es clever gewesen, das ganze noch einmal zu überkleben. Hab ich jetzt auch bei den letzten nachträglich probiert und finde es so viel besser und vorallem ist die Verletzungsgefahr auch geringer (Metallklammern und Kinderarme...)




Die Schilder sind natürlich kein langlebiges und robustes Spielzeug. Es sollte wie gesagt nur als Gag dienen. Die Kinder haben die Schilder mit nach Hause bekommen. Als Erinnerung und weil ich beim besten Willen nicht wüsste, was ich mit so vielen Schildern hier machen sollte.

Bei den Schwertern machte der Herr von und zu gar keine großen Experimente. Er zeichnete die Schwerter auf Karton auf, klebte je zwei zusammen und schnitt sie aus. Der Ursprungsgedanke war, dass die Jungs beim Geburtstag die Schwerter anmalen könnten. Taten sie aber nicht. Weil es dazu gar keine Zeit gab vor lauter Spielen. Deswegen durften sie die Schwerter unbemalt mit nach Hause nehmen und diese dann daheim gestalten wie sie wollten.



Alles in allem war das unterm Strich ziemlich viel Vorarbeit. Man hätte es auch einfacher haben können und fertige Schwerter und Schilder kaufen können. Die gibt es ab 5 € so wie ich es gesehen habe. Allerdings ist das ne Menge Geld wie ich finde, wenn man mehr als nur 3 Gäste hat.  Es war ein riesen Spaß für die Jungs so direkt etwas für den Geburtstag vorbereiten zu können. Die Vorfreude stieg damit täglich noch ein bisschen weiter. Und stolz war und ist der große Wuselzwerg. Ich kanns gar nicht sagen. Wahnsinnig stolz. Und das macht mich natürlich auch wiederum glücklich.

Wenn sie einmal Lächeln... Ihr kennt das ja.

Bei uns beliefen sich die Kosten für 12 Schilder auf ca. 12 € - Gummiband, Briefklammern und Plakatfarbe, wobei die Plakatfarbe mit 7 € das teuerste war. Kostenmäßig in jedem Fall etwas, dass erschwinglich war. Und bis heute noch Freude bereitet.

Die Hauptregel beim Ritter-Kampf war im übrigen - wer eine Minute lang den anderen nicht mit dem Schwert berührt hat gewonnen. Damit gab es keine ernsthaften Zwischenfälle :D




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Für Fasching ist das in jedem Fall auch eine Idee, wenn man keine Lust auf kostenintensive Kostüme hat :D

Man kann die Schilder dann ganz individuell mit Handabdrücken gestalten oder die Kinder selber bemalen lassen.

Das wäre im übrigen auch eine Option gewesen, aber ganz ehrlich... fünf wilde Gäste-Jungs plus meine zwei Wuselzwerge im Ritter-Modus in unserer Wohnung mit Farbe pinseln lassen... ehm... nein! *gg*

Liebe Grüße

Minensie



2015/11/03

Wenn Ritter zu Feiern laden

Nun ist er vorbei. Der Fünfte Geburtstag von Sir Herr von und zu Wuselzwerg. Das waren berauschende Tage. Insgesamt haben wir drei Tage lang gefeiert. Direkt am Geburtstag im Kindergarten und danach zu Hause. Den Tag danach mit dem kleinsten Patenbub. Und einen weiteren Tag danach mit einem großen Frühstück für Freunde und Familie. Schön war es!

Den Tag vor dem Geburtstag meisterten die Wuselzwerge und ich gemeinsam. Wir buken den Geburtstagskuchen, dekorierten und räumten auf. Gut, das aufräumen übernahm dann letztendlich vorallem die Oma, da ich definitiv nicht alles gleichzeitig alleine machen konnte. Als ich Abends ins Bett ging, schaute ich recht zufrieden auf den Geburtstagstisch und freute mich schon sehr auf die Augen des Geburtstagsritters!




Am eigentlichen Geburtstag kam es früh morgens zur Beinahkatastrophe. Rotznasen und sowas. Aber alles konnte ins Gute abgewendet werden und ich stand bereits um 5 Uhr auf um knapp 80 Pfannkuchen in die Pfanne zu hauen und einen Snack-Drachen zu fabrizieren.




Trotz der mittleren Katastrophen kam das Geburtstagsbuffet sowie das Geburtstagskind rechtzeitig im Kindergarten an und wurde dort bis auf 3 Pfannkuchen restlos verputzt. Ein voller Erfolg, wage ich zu behaupten.

Nachdem ich dann alle Gäste eingesammelt hatte, gab es daheim das eine und andere Geburtstagsständchen und selbstverständlich den Geburtstagskuchen. Der große Wuselzwerg freute sich wie Bolle! Weitere Ritter, Pferde, Königsmitglieder etc. für seine Ritterburg. Er konnte sein Glück kaum fassen. Jedes der Kinder schaffte es genau so lange still zu sitzen, bis ich den Kuchen verteilte, dann konnte ich sie jedoch nicht mehr halten. Es wurden die restlichen Geschenke ausgepackt und jeder half bei "seinem" Geschenk in besonderer Eigeninitiative mit.



Nachdem sich das Kinderknäul nicht mehr zu entwirren schien gingen wir zum Ritterturnier über. Dazu wurde vorab jeder Gast noch einmal zu Klo gebeten um dann dicken Jacken den Hof zu stürmen. Dort hatten wir einen kleinen Parkour aufgebaut. So wie im Playmobil Fun Park gab es drei Stationen, die ein jeder Ritter in Ausbildung bewältigen musste. Das Schwein Schmatz umschmeißen, Ringe auffädeln und unser neues Haustier Rosalinde abschießen. Die zwei zuckersüßen Pappfiguren hat uns der liebe Eg0n gezeichnet, der Herr von und zu Wuselpapa hatte sie dann mit Farbe zu Leben erweckt. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonnen - WIR LIEBEN SIE BEIDE! ♥
 

Bevor jedoch die Ritter in Ausbildung loslegen durften bekam jeder sein eigenes Schild und seine eigenes Schwert sowie selbstverständlich die Ritterrüstung angezogen. Zum Mütze fertigk Häkeln bin ich dann letztendlich doch nicht mehr gekommen.





Zwischendurch wurde wild mit den Pappschwertern gekämpft. Die Frischluft hat den aufgedrehten Gemütern sehr gut getan. Nachdem es auch dort drohte zu chaotisch zu werden gingen wir wieder hinein. Dort verteilten sich die Kinder auf Wohnzimmer und Kinderzimmer und spielten mit allem was sie fanden. Die Zeit verging so flux, dass ich fast vergaß das Abendessen anzuschalten.

Ich hatte zwei Bleche Kartoffelecken vorbereitet sowie ein Blech Fischstäbchen. Die warteten also nur darauf, fertig zu werden während ich den Kuchen vom Tisch räumte und für das Abendessen vorbereitete. Vor lauter Spielen vergaßen wir dann tatsächlich die Schwerter zu bekleben und zu gestalten. Machte aber nichts. Die Kinder hatten, man kann es erahnen, auch so wirklich allerhand zu tun. Wenn man bedenkt, dass 5 wilde Kerle im Kinderzimmer spielten, konnte man es kaum glauben, dass man fast nichts davon mitbekam. Es gab keinen Zoff, kein Gestreite, kein Gehaue. Ein Geburtstagsgast hatte sehr viel mehr Spaß mit mir sein mitgebrachtes Geschenk zu bespielen (Kinder-Kniffel) als mit den anderen Jungs zu tollen. Aber auch das war völlig ok. Zum Abendessen setzte sich die Bande wieder an den Tisch und langte ordentlich zu. Am Ende waren tatsächlich nur noch 5 Fischstäbchen und eine Portion Kartoffelecken übrig.

18 Uhr klingelte dann ein Elternteil nach dem anderen, um die Gäste wieder abzuholen. In Windeseile packte ich noch fix das Mal-Kissen aus und ließ jeden Gast ein Tier auf dem Kissen ausmalen. Die Idee hatte ich meiner Cousine geklaut, da ich es einfach so herzig fand, dem Geburtstagsritter eine dauerhafte Geburtstagserinnerung mitzugeben. In der Vergangenheit hatten wir Kunstwerke ge- oder Geschirr bemalt.

Ritterlich geplündert - die Tafelrunde am Ende des Tages
Unterschrift mal Anders. Der Ritterbub liebt es und ich auch ♥

Jeder Gast bekam zum Abschluss noch eine kleine Wundertüte sowie sein Schild mit nach Hause und um 19 Uhr hatten wir hier tatsächlich Feierabend. Auch hier half Oma wo sie konnte und während die Tante mit dem Geburtstagsritter spielte, schafften wir innerhalb kürzesteter Zeit wieder Ordnung.



Den zweiten Geburtstagstag verpasste ich gänzlich mit Fotos festzuhalten. Zu Groß war die Freude über den Besuch meiner Cousine, dem kleinsten Patenbub und unserer geliebten Betty (andere nennen sie auch Hund).

Da sich unser Besuch am frühen Abend wieder verabschiedete hatte ich ausreichend Zeit für das bevorstehende Frühstück vorzubereiten. Allerdings wurde ich von einer Müdigkeit erschlagen, sodass ich mich nicht halten konnte und Punkt 20 Uhr tief und fest schlief. Dafür stand ich dann um 2 Uhr Nachts auf, klebte und malte die letzten Schilde für die kommenden Gäste und bereitete das Frühstücksbuffet vor. Gerolltes Brot in allen Varianten. Um 9 Uhr war ich mit allem soweit fertig, dass ich nur noch auftischen musste. Um 9:30 Uhr wurde das Buffet eröffnet. Mit Weißwürstchen, Datteln im Speckmantel, Antipasti, harten 5 Minuten-Eiern und Obstnaschteller.

 Gerolltes Brot - Häppchen wie wir sie lieben


Das tolle an so einem Frühstück ist ja... man hat alle Zeit der Welt. Man kann gehen wenn die Zwerge nölig werden, kann aber auch bleiben bis es Abendessen gibt. Man sitzt einfach unendlich gemütlich zusammen und genießt den Tag. Die Kinder hatten auch hier wieder jede Menge Spaß am Ritterparkour und verschönerten uns den Hof kräftig mit tollen Kreidegemälden.



Am Ende des Tages waren wir alle vorallem eins - satt und zufrieden. Der große Wuselzwerg versinkt nun täglich in seiner Spielwelt. Die Löwenritter-Burg wird es nach wie vor nicht geben. Dazu fehlt einfach der Platz. Aber das ganze tolle Zubehör tröstet ihn darüber hinweg. Außerdem hat der Herr von und zu Wuselzwergenpapa eine ziemlich coole Alternatividee zur Playmobil Burg. Stabiler als die Pappkartonburg und definitiv zeitlos. Allerdings müssen wir das im Detail vorallem mit der Oma, die derzeit im Urlaub ist, besprechen. Schließlich ist sie ein tragender Teil, wenn es um derartige Umsetzungen geht. Ich bin gespannt. Und bis dahin weiterhin schwer verliebt in meinen nun fünfjährigen Wuselbub ♥


Ich werde die einzelnen Rezepte verlinken. Das ist einfacher. Und die Details zu den Vorbereitungen werde ich seperat zeigen. Da kam unterm Strich doch einiges zusammen.

Minensie



Minensie

2015/10/16

Es naht die Zeit der Ritter

Hier steht alles im Zeichen der Geburtstagsvorbereitungen für die Tafelrunde des großen Wuselzwerges. Sein Hype wird mein Hype. Hach. Das bedeutet im Detail: Papierschnipsel! Unmengen! Und Kleber! Unfassbar viel Kleber! Und Wolle! Von den Nerven mal ganz abgesehen.

 Nun aber nochmal zum mitschreiben:

Im Zeichen des Ritters mussten Einladungen her. Ritterliche selbstverständlich. Und was passt da besser als ein Ritterschild mit Schwert als Einladung. So die Grundidee. Die Umsetzung folgte sogleich. Ich hatte vor einiger Zeit im Sale edle Grußkarten zum Basteln bei Tchibo erstanden. Gold und Silber waren da auch dabei. Perfekt also. Ich zeichnete dem großen Wuselzwerg ein Muster, bastelte eine Probekarte und holte mir sodann seine Genehmigung. Die bekam ich dann auch mit der Auflage: Auf das Schild muss aber ein Löwe drauf!

Ich schnitt also ein Schild nach dem anderen aus und der große Wuselzwerg malte in der Zwischenzeit den Königsritter. Da staunte ich nicht schlecht. Und verliebte mich sofort ♥





Zwischen Schwertvorlage und Papierschnipsel aufräumen, malte der große Wuselzwerg weiter. Das Bild entdeckte ich erst am späten Abend, als alle schon im Bett waren. In meinem Mutterherz wummerte es kräftig. Ziemlich lächerlich wie einen Kinderzeichnungen vor Stolz fast platzen lassen. Tun sie aber. Und wie ♥







(Und ja! Ihr müsst jetzt alle in laute "OOOOOOH"'s und "HAAAAACH"'s verfallen. So laut, dass ich die Herzchen bis hierher höre! ♥ ♥ ♥ )

Während die Wuselzwerge also schliefen, plante und organisierte ich die Ritterparty weiter. In meinem Kopf natürlich. Es fehlten noch Schilde für die Gäste. So richtige. Und eine Lanze. Schließlich meinte der Wuselzwerg, er möchte Ritterspiele. Und ein Drache fehlt auch noch! Mein Hirn ratterte und ratterte. Schilde und Drachen sollten kein Problem sein. Karton sei Dank. Lanze könnte kniffelig werden. Aber ach du Schreck! Wir haben keinen einzigen Ritterhelm! Naja gut. Einen. Aus Karton. Der eher als Verließ für Ungeheuer dient, als das er bei Ritterspielen als Helm genutzt wird. Also haben wir keinen. Verflixt! Ich hörte die Schubladen in meinem Hirn scheppern. Irgendwo hatte ich mal eine Mütze in Form eines Ritterhelmes gesehen. Das wäre doch witzig. Das würde dann auch sicher passen und nicht wie die Plastikhelme permanent rutschen. Und schon suchte ich nach einer Anleitung. Bei DaWanda wurde ich zumindest fündig, was das Endprodukt betraf. Bei YouTube fand ich dann auch eine grobe Erklärung dazu. Also. Die eingestaubten Häkelnadeln ausgepackt und am nächsten Tag nichts wie zum Wollladen.
War auch eine Erfahrung - mein Lieblingswollladen hat jetzt auch Näh-Sachen. Aber nein. Mit diesem Hobby will ich gar nicht erst anfangen. Das hatte ich schon, das raubt Zeit!
Mit herrlich weicher grauer Wolle und nach einem Abstecher in den Buchladen machte ich es mir dann in einem beliebten Cafè im Herzen der Stadt gemütlich und aß nach Jahrdrillionen Bratkartoffeln mit Spiegelei und Spinat (na, wer kennt das Cafè?). Kurzurlaub für die Seele.

Wieder daheim ging es also ans Werk. Ich häkelte mich ein. Immerhin hab ich die Nadel schon seit geraumer Zeit nicht mehr geschwungen. Deswegen brauchte es auch ein paar Anläufe, bis es so war, wie ich wollte. Dafür war in nicht mal 2 Stunden das Wollknäul verhäkelt - der Helm allerdings noch lange nicht fertig.





Für ein paar Tage vergaß ich glatt, die Einladungen fertig zu machen. Mein Abrisskalender erinnerte mich daran. Die Tage werden enger! Dem Schweißausbruch gerade noch entkommen machte ich mich also daran, die Einladungen fertig zu gestalten. Da ich mich so in die Zeichnungen des Großen verliebte, mussten die mit in die Einladung rein. Irgendwie. Und ein Schwert fehlte noch. Hm. Vielleicht wäre es ja cool, wenn man das Schwert herausziehen könnte. Und dann dort eintragen kann, ob man zur Feier kommen kann oder nicht. Hm. Gesagt getan. Zu guter Letzt fehlte dann noch ein Löwe auf dem Schild. Da war ich doch ein bisschen verzweifelt. Im Malen bin ich einfach nicht gut. Also fragte ich Google um Hilfe, wurde fündig und überlies die Arbeit unserem Turbodrucker.

Wie im Rausch bastelte und klebte und schnitt ich dann also um 12 Karten. Und natürlich! Ein Ritterschwert ohne Edelsteine im Griff ist kein Ritterschwert. Also kramte ich Eldesteine aus. Wir haben da eine Grube im Keller und bei Bedarf... Spaß!

Mit dem Ergebniss war ich dann doch sehr zufrieden. Und der große Wuselzwerg auch. So sehr, dass ich ihm auch eine Einladung basteln sollte. Yeah.






Wenigstens ein Punkt ist somit schon mal abgehakt. Fehlen nur noch: Schilde, Spiele, Ritterhelm, Kuchen... Aaaaahhhhhh!

Minensie



2015/10/10

Die Ritter der Tafelrunde

Es ist unglaublich. In weniger als 20 Tagen soll ich hier tatsächlich einen 5 jährigen Wuselzwerg sitzen haben. Verzeihung... einen Von und Zu Sir Wuselzwerg natürlich!

Der berufliche Werdegang des Großen schwankte in den letzten Monaten zwischen Pirat, Ritter und Drachenzähmer. Seit wir im Playmobil Fun Park waren ist es jedoch beschlossene Sache. Der Wuselzwerg wird Ritter. Pardon. IST Ritter! Denn bei den festlichen Ritterspielen des Fun Parks wurde der Wuselzwerg ganz feierlich zum Ritter geschlagen. Vom König höchst persönlich. Das haben wir schwarz auf vergilbtem weiß. Der Wuselzwerg könnte nicht stolzer sein.

 Ritter - mit Leib und Seele. Und nun sogar mit Urkunde.
 
Seither dreht sich alles um das graue, kalte Mittelalter. Zum Geburtstag muss es natürlich eine Feier mit ritterlichem Anlitz sein. Festspiele möchte er haben, genauso wie im Fun Park. Der Kuchen soll bitte auch genauso aussehen wie der Turnierplatz dort (nur gut, dass ich ein paar Fotos gemacht habe!). Im Grunde also durchaus dankbare Wünsche, da es mit der Umsetzung gar nicht so viel Zauberei braucht.
Auch bei den Geschenken ist der Wuselzwerg genau wie eh und je. Er wünscht sich 3 Schilde, 3 Lanzen und Pferde für seine Playmobil-Ritter. Die große Playmobil Ritterburg konnten wir ihm ausreden. Dazu fehlt uns leider wirklich der Platz. Stattdessen hat der Herr von und zu Zwergenpapa eine Festung aus Karton gebaut. Eine ziemliche coole, die den Ansprüchen des Wuselzwerges absolut genügen. Das dazugehörige Gefängnis durfte ich bauen. Ebenfalls aus Karton. Das man das Gefängnistor hochschieben kann, ja doch, da bin ich als eigentlich talentfrei geltendes Wesen doch recht stolz. Nur bei Pferden und einem Heuwagen, in dem man jemanden verstecken kann - da müssen der Herr von und zu Zwergenpapa und ich passen. So viel Muse haben wir dann doch nicht zum basteln. Deswegen müssen vorallem wir uns in Geduld üben. 20 Tage noch dürfen wir uns jeden Tag ganz genau erklären lassen, was noch alles fehlt und wie man den Heuwagen doch bauen könnte. Aber wir schaffen das mit konsequentem Überhören. Tschaka!

Mein Plan für die nächsten Tage sieht also wie folgt aus - Irgendwas mit Ritter für das Kindergartenbuffet überlegen, den Turnierplatzkuchen für den Nachmittag wenigstens im Kopf schon mal vorgestalten, Ritterdeko, Ritterspiele ausklabüstern, mit ganz viel Muse ENDLICH die eigene Piñata basteln, Ritterrüstungen basteln, Einladungskarten basteln und wer weiß, vielleicht sogar tatsächlich ziemliche coole Mitgebsel gestalten. So rein theoretisch müsste ich sofort damit anfangen, damit es in irgendeiner Weise realistisch ist, dass alles abzuarbeiten. Praktischerweise muss ich nämlich in der Geburtstagswoche die Schulbank drücken. Somit keine freien Vormittage im direkten Vorfeld umd großartig noch was vorzubereiten. Rein theoretisch müsste ich somit bis zum 26.10.2015 bis auf den Kuchen bzw. das Essen alles fertig haben. Plus zwei bis drei andere Geburtstagskuchen im Vorfeld. *hust* Nunja. Schön darüber gesprochen zu haben. Wollen ist ja nicht (hin)kriegen.

Yeah!

Zu guter letzt ein paar Eindrücke aus dem Alltag eines Ritters:

***

 Es ist ein wieder einer dieser Tage an denen nichts zu passieren scheint. Ein guter Tag um all die lästigen Dinge des Alltags zu erledigen. Kanonen putzen, den Burgdrachen ein paar Heuballen zum Abfeuern zuwerfen - ihr wisst schon...

Doch plötzlich unterbricht ein Ruf das Alltagstreiben...

"Stürmt die Burg! Langfinger muss hier irgendwo sein!" - der bärtige Käpt'n Humpelbein scheint sich auf seinem Schiff zu langweilen. Vor einigen Wochen haben die Löwenritter seine rechte Hand bzw. seinen rechten Langfinger gefangen genommen, als er gerade versuchte den köngiglichen Schatz zu rauben.

"Bewacht die Tore! Langfinger darf auch keinen Fall entkommen!"

"Schaut mal! Ein fliegender Esel!"* kichert Langfinger, als sich das Gefängnistor wie von Geisterhand öffnet. 

"So nicht mein Freund!" Der junge Drache Fang nutzt die Falltür des Gefängnises. Sein Plan - Langfinger im Sturzflug schnappen. Er vergisst leider immer wieder, dass er nicht fliegen kann und plumps - landet er auf Langfinger der gerade im Begriff ist zu entwischen. So einen Sturzflug meinte Fang zwar nicht, aber erwischt ist erwischt.

Gerade noch mal gut gegangen! Langfinger flucht in seinem Verließ, Käpt'n Humpelbein zetert neben ihm. Und der Burgdrache? Der sitzt ganz bequem auf dem königlichen Schatz und wartet auf den nächsten Heuballen.


* Dieser Satz kommt genau so in einer Ausgabe der PlaymobilZeitschrift vor. Ich bekomme ihn bei jedem Spiel an den Kopf geknallt, deswegen musste der Satz jetzt einfach sein.


***
Habt ein schönes Wochenende!

Minensie